Bürgermeister Müller findet die Fusion gut

Berlins regierender Bürgermeister, Michael Müller (SPD), ist erfreut über die Fusion und verkündet, dass die Stadt nochmal etwa 20.000 Wohnungen übernehmen kann. Schließlich sind im Herbst Wahlen und das Fiasko wegen des Mietendeckels muss schnell vergessen gemacht werden. Dass die Stadt Berlin im Jahr 2004 circa 65.000 Wohnungen für eine Gesamtsumme von 405 Millionen Euro verkaufte und jetzt 20.000 Wohnungen für etwa 2,1 Milliarden Euro zurückkaufen will, spielt dabei anscheinend nur eine untergeordnete  Rolle.

Es sind Wahlen Politiker neigen dann stets dazu „Alles zu geben“ um weiter zu regieren. Müller betont „wir müssen gemeinsam nach vorne blicken“. Gemeinsam heisst dann eben auch, dass Steuergelder aus der Gemeinschaft genutzt werden.

MieterInnen jubeln über die Fusion von Vonovia und Deutsche Wohnen, es gibt endlich wieder einen Global Player aus Deutschland. Die beiden größten deutschen Immobilienkonzerne Vonovia und Deutsche Wohnen (Umsatz beide zusammen etwa 6,7 Milliarden im Jahr 2020) fusionieren. Der CEO von Vonovia, Rolf Buch, klagt über zu hohe Mieten in Berlin. Mit der Fusion möchte er dieses Problem nun angehen. Deshalb soll die Mieterhöhung für Bestandsmieten in den nächsten drei Jahren nur um jeweils 1% erhöht werden. Über die Neuvermietungspreise wurde nichts gesagt, aber das ist ja auch egal. Hauptsache die derzeitigen MieterInnen können sich erst einmal freuen.

 

Fusion – Gute Nachrichten für MieterInnen

Fusion – Gute Nachrichten für MieterInnen

 

Der Verantwortung gerecht werden

Rolf Buch betonte, dass sie [Vonovia und Deutsche Wohnenihre Größe nutzen werden um der gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Was er mit dem Gewinn aus dem Deal von 2004 genau anstellen will, verriet er nicht. Immerhin geht es um sehr viel Geld und darüber   spricht man für gewöhnlich nicht. Wenn die Wahlen erstmal vorbei sind, dann spricht auch niemand mehr über die Fusion – oder über die hohen Mieten.

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