German free statt Made in Germany – Der Begriff „Made in Germany“ stand einmal für Qualität und Know-how. Heute gibt es bereits Hersteller – die darauf setzen, keine deutschen Bauteile „Made in Germany“ mehr zu verarbeiten, bzw. einzusetzen. Den deutschen wird zunehmend eine gewisse Arroganz vorgeworfen, die übertriebenen Moralvorstellungen – besonders durch Bündnis90/Die Grünen getragen – und deutlich überhöhte Preisstrukturen, die zum Teil Folge der desaströsen Energiepolitik sind. Dazu kommt ein Defizit an technologischem Know-how, Deutschland hat einige Entwicklungen verschlafen und ist in gewissen Segmenten nicht mehr wettbewerbsfähig. Das führt letztendlich dazu, dass Hersteller vermehrt auf Produkte setzen, in denen keine deutschen Bauteile mehr verarbeitet sind.

German free - keine Bauteile aus Deutschland

German free – keine Bauteile aus Deutschland

German free – keine Bauteile aus Deutschland

Der Vorstoß von Wirtschaftsminister Robert Habeck, die Investitionsgarantien des Bundes künftig an die Erfüllung der klimapolitischen Sektorleitlinien Deutschlands zu koppeln, wird den Effekt haben, dass Käufer in Afrika, Asien und Lateinamerika sich genau überlegen, ob sie die ewigen Belehrungen aus Deutschland in Produkte verbaut importieren wollen. Made in Germany ist gebrandmarkt, was früher für Qualität stand, ein Markensymbol war – ein globales Gütesiegel für deutsche Qualität und Zuverlässigkeit – hat heute diesen Status weitgehend verloren. German free – zeigt diese Entwicklung leider deutlich auf.

German free – ein neuer Werbeslogan

Klaus Schweinsberg fasst es in einem durchaus nachvollziehbaren Beitrag auf Manager-Magazin zusammen: „Warum „German free international zum Werbeslogan wird“: „Hersteller und Foren werben seit einiger Zeit damit, dass ihre Produkte „German free“ sind, also keinerlei Bauteile aus Deutschland enthalten. Das gilt insbesondere für die Sicherheits- und Verteidigungstechnologie. Dort drängt die Konkurrenz die deutschen Anbieter mit diesem Label schon etwas länger an die Seite. Und es steht zu befürchten, dass „German free“ auch auf anderen Märkten zum Werbeslogan wird. Zumindest tun wir sehr viel dafür: Wir moralisieren uns aus bestimmten Segmenten, wir preisen uns aus bestimmten Märkten, und wir dilettieren uns aus bestimmten Technologien“.

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German free – Die Deutsche Wirtschaft schwächelt

Bundeskanzler Scholz stellt sich den Fragen im ZDF Sommerinterview, und sagt: „Deutschland sei hocherfolgreich als Exportnation„. Die Wahrheit ist aber, die deutschen Exporte – auch vorallem nach China, gehen dramatisch zurück. Die Deutsche Wirtschaft schwächelt stark, die Industrie und auch die Baubranche kämpfen mit vielen Insolvenzen. Deutschland hat als einziges Land der großen Industrie- und Wirtschaftsnationen ein negatives Wachstum, Bundeskanzler Scholz weist den Vorwurf – dass die deutsche Wirtschaft schwächelt – im Sommerinterview zurück. Die Reden vom Kanzler Scholz erinnern an die Reden der DDR Staatsführung zu Ende der 80-ziger Jahre, auch dort hat man ein „schwächeln“ zurückgewiesen.

Kommentare zu „German free“ auf Web.de
Mike Haberland: „Die Frage ist, wie real ist diese Meldung oder ist es nur eine Medienmeldung, die eine Krise heraufbeschwört. Natürlich müssen wir uns wohl mit dem Gedanken anfreunden, dass globaler Handel aggressiver wird und wir uns neu aufstellen müssen. Trotzdem haben wir viele Firmen, die sich auf der Welt behaupten und sich weiterhin der Zukunft stellen. Deutschland ist in einer Krise, hat es aber immer wieder geschafft, Krisen zu meistern“.

Reinhard Josef Henke: „Seit mindestens 30 Jahren ist doch Made in Germany nur noch bei Exklusiv- und Spezial-Produkten vorhanden. Bei den übrigen Produkten, sofern nicht Made in China, steht Made in EU drauf. Und dies ist dann oft ein Zeichen für Murks und Schrott“.

Robert Habeck - Das Beste was ich bisher gemacht habe

Robert Habeck – Das Beste was ich bisher gemacht habe

Robert Habeck – Das Beste was ich bisher gemacht habe

Wirtschaftsminister Robert Habeck: „Das, was ich im Moment mache, ist das Beste, was ich in meinem bisherigen politischen Leben gemacht habe. Es bedeutet mir richtig viel, und ich bin stolz darauf. Man kann das, was gerade in Deutschland passiert, also auch stark erzählen“. Aber – auch Habeck warnte schließlich: „.. ausdrücklich davor, dass Deutschland schon bald keine Industrie mehr haben könnte“.

German free und die Deindustrialisierung

Ein Grund für eine mögliche Abwanderung der Industrie und der Unternehmen sind die hohen Strompreise, die Robert Habeck und seine Regierung durch das Abschalten von Atomkraftwerken im vergangenen April selbst herbeigeführt haben. Deindustrialisierung – Deutschland verliert wichtige Bereiche der Wirtschaft und der Industrie – Made in Germany- wandert ab, ein Ziel für die deutschen Unternehmen ist die USA – die mit dem Inflation Reduction Act – Das Gesetz zur Verringerung der Inflation – auch deutschen Unternehmen den „Roten Teppich“ ausrollen. Viele Betriebe, Selbstständige und Unternehmen können die Kostenexplosionen nicht mehr tragen. Dazu kommt die Gefahr von Blackouts durch eine Strommangellage. Die Folge sind Insolvenzen oder die Abwanderung der Unternehmen ins Ausland. Die steigenden Preise für Energie und Rohstoffe greifen die Substanz der deutschen Industrie an“.

Angst – das Geschäftsmodell der Grünen

Die sogenannte „German Angst wird seit Jahren getrieben von den Grünen, schreibt FOCUS-online-Korrespondent Ulrich Reitz in seinem Kommentar: „Deutschlands Wirtschaft rauscht in den Keller und Robert Habeck beruhigt die Deutschen: Nein, es gebe keinen Grund für „German Angst“. Angesichts der Rezession in Deutschland, der Inflation, der Abwanderung von Firmen ins Ausland und der Neigung seiner Grünen, das Land mit identitätspolitischen Orchideen-Themen auf Trab zu halten, eine mutige Aussage des German Bundeswirtschaftsministers“ Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck: „Es gibt allerdings keinen Grund für eine German Angst“. Man kann das ja erklären, was besonders ist für die deutsche Situation“.

German free – die gegenwärtige Situation

Ein Kommentar zum neuen Slogan „German free“ von Markus Reimer (*Auszug): „Der Qualitätsdenker Benedikt Sommerhoff beschreibt die gegenwärtige Situation ganz ausgezeichnet in seinem Artikel „Kann Deutschland noch Qualität? Wie wir unseren wichtigen Wettbewerbsfaktor wiederbeleben“ im immer lesenswerten DGQ-Blog und stellt dabei fest: Deutschland „fällt global unangenehm auf mit mangelnder Digitalisierung, misslingenden Großprojekten, ausfallenden Regierungsfliegern, überbordender Bürokratie, der Anhängigkeit von gefährdeten gestrigen und dem Darben zukunftsfähiger Branchen, politischer Zögerlichkeit sowie gesellschaftlicher Veränderungsresistenz angesichts eskalierender globaler und nationaler Herausforderungen“.

Europäische Zusammenarbeit in Zukunft gefährdet

Anne-Marie Descôtes – Bundesakademie für Sicherheit – schreibt: Vom „German-free“ zum gegenseitigen Vertrauen (*Auszug): „Die wachsende Politisierung der deutschen Debatte zu Waffenexporten entspringt berechtigter Sorgen. Sie trägt allerdings auch dazu bei, dass Unternehmen „German Free“-Rüstungsprodukte ohne deutsche Komponenten bevorzugen und damit die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Verteidigung heute und in Zukunft zu gefährden. Der europäische Markt allein reicht nicht aus, um die großen deutsch-französischen und europäischen Ausrüstungsvorhaben wirtschaftlich tragfähig zu machen, wie den neuen deutsch-französischen Kampfpanzer oder die nächste Generation von Kampfflugzeugen. Glaubwürdige Exportmöglichkeiten auf der Grundlage klarer und vorhersehbarer Regeln sind eine unverzichtbare Voraussetzung für den Fortbestand unserer europäischen Verteidigungsindustrie. Für die Schaffung eines souveränen und autonomen Europas müssen Deutschland und Frankreich pragmatische und verantwortungsvolle Lösungen finden, die auf gegenseitigem Vertrauen beruhen, wie im Aachener Vertrag vorgesehen.

China ersetzt Made in Germany

Das Institut für Wirtschaft in Kiel titelte: „China ersetzt Made in Germany – Deutsche Exporte nach China haben sich in jüngster Zeit deutlich schwächer entwickelt, als es angesichts des chinesischen Wirtschaftswachstums zu erwarten gewesen wäre. Die Zahlen sprechen zum einen dafür, dass deutsche Firmen zunehmend in China produzieren. Die FAZ dazu: „VW verlagert die Entwicklung für neue Elektroautos nach Hefei. 3000 chinesische Entwickler sollen den Rückstand auf BYD, Tesla und Co. aufholen. Von einer Abkehr von China ist in der deutschen Autoindustrie keine Spur – im Gegenteil“ Der User Erhard Wagner kommentiert auf Facebook den FAZ Artikel: „Sehr gut, China ist die Zukunft, Deutschland und die EU sind die Vergangenheit, mit dem Lastenfahrad in den Untergang“.