Am Montag bekommen die Aktionäre von Nvidia drei weitere Papiere in ihr Depot. Die Börsenentwicklung lässt sich sehen und ist ein Beleg für gutes Management. Experten prognostizieren weiteres Potential für den Aktiekurs von Nvidia. Derzeit kostet eine einzelne Aktie etwa 800 US-Dollar. Für Jensen Huang ist das zu viel. Deswegen wird er am kommenden Montag neue Aktien für seine Investoren ausgeben. Für jeden Anteil bekommen die Anteilseigner drei weitere. So will der Chef die Papiere günstiger machen damit sie attraktiver für private Anleger und Mitarbeiter werden. Der kalifornische Chip-Hersteller konnte den Aktienkurs seit Jahresbeginn um mehr als die Hälfte steigern. Im Vergleich zum Tiefpunkt der Corona-Pandemie im März sogar vervierfachen. An der Börse ist Nvidia bereits mehr als eine halbe Billion Dollar wert – mehr als das doppelte von Intel. Intel ist der Chip-Hersteller mit dem meisten Umsatz der Welt. In der Hinsicht konnte Nvidia den größten Rivalen bereits abhängen. Gegenüber Infineon, Deutschalnds größter Chip-Hersteller, erzielt Nvidia den doppelten Jahresumsatz. Aber an der Börse ist Nvidia zehnmal so viel Wert wie die Konkurrenz aus München.

Super Quartal für Nvidia

Schon seit Jahren ist das Wachstum ununterbrochen. Zuletzt konnte sich der US-Konzern gar nicht mehr vor Aufträgen retten. Im ersten Quartal 2021 wuchs der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 84 Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar. Der Gewinn hat sich sogar verdoppelt und lag etwa 300 Millionen Dollar über den Vorhersagen der Analysten. Wir hatten ein fantastisches Quartal mit einer starken Nachfrage nach unseren Produkten und einem Rekordumsatz“, sagte der 58-Jährige Huang. Prognose: 6,3 Milliarden Dollar Umsatz und damit 60 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, sollen erreicht werden.

Nvidia produziert Grafikkartenchips

Nvidia produziert Grafikkartenchips

Übernahme von ARM

Die gute Entwicklung und die übermäßig guten Zahlen scheinen nicht genug zu sein. Der Elektroingenieur nach noch einiges vor. Seit Herbst letzten Jahres versucht Huang den britischen Chipdesigner ARM zu übernehmen. Dafür wurden dem Eigentümer Softbank 40 Milliarden Dollar angeboten. Das wäre bislang der größte Deal in der Halbleiter-Branche. Der Deal würde die Kräfteverhältnisse deutlich in Richtung Nvidia verschieben. Viele IT-Konzerne greifen auf die Technologie von ARM zurück. In Zukunft wären Kunden abhängig von Nvidia. Allerdings steht noch eine Genehmigung seitens der Behörden aus. (FW)