Die DN Group AG hat ihr Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Gewinnanstieg abgeschlossen – und verbindet wirtschaftlichen Erfolg mit einer klaren Impact-Strategie. Nach vorläufigen Zahlen erwartet das Unternehmen einen Jahresüberschuss nach HGB in einer Spanne von 21,5 bis 25,0 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte der Gewinn noch bei 20,2 Millionen Euro gelegen.

Parallel dazu wuchs die Bilanzsumme kräftig auf 440 bis 470 Millionen Euro (2024: 310,8 Millionen Euro). Auch das Eigenkapital legte deutlich zu und wird zum Jahresende 2025 zwischen 380 und 395 Millionen Euro erwartet. Die endgültigen Zahlen sollen im März 2026 veröffentlicht werden.

 

DN Group AG Geschäftsjahr 2025 in Kürze:

 

  • Jahresüberschuss deutlich gesteigert: Für 2025 wird ein Gewinn von 21,5 bis 25,0 Mio. Euro erwartet – nach 20,2 Mio. Euro im Vorjahr.

 

  • Bilanzsumme stark gewachsen: Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 440 bis 470 Mio. Euro (2024: 310,8 Mio. Euro), was auf eine deutliche Expansion der Investitionstätigkeit hinweist.

 

  • Eigenkapital erheblich gestärkt: Das Eigenkapital stieg auf 380 bis 395 Mio. Euro und verbessert damit die finanzielle Stabilität und Investitionsfähigkeit der Gesellschaft.

 

Operativ erfolgreiches Jahr 2025

Bereits im Dezember hatte die Gesellschaft unter dem operativen Namen Deutsche Nachhaltigkeit ein positives Zwischenfazit gezogen. Neben der finanziellen Entwicklung stand vor allem der strategische Ausbau des Portfolios im Mittelpunkt.

 

Vier neue Beteiligungen erweitern seit 2025 das Impact-Portfolio:

 

Save the Water (SOAPEYA)

Das Unternehmen entwickelt unter der Marke „SOAPEYA“ ein Handreinigungsmittel mit vollständiger hygienischer Wirksamkeit – ganz ohne Wasser. Die Lösung adressiert insbesondere Krisen- und Dürreregionen mit akuter Wasserknappheit und zielt auf eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung.

 

Susmata

SUSMATA produziert nachhaltige Materialien aus Pflanzenabfällen. Das Produkt „Wastea“, hergestellt aus Tee-Resten, dient als vegane Lederalternative für Mode- und Automobilindustrie. Das Material ist plastikfrei und weist einen positiven CO₂-Fußabdruck auf.

 

EcoMotion

EcoMotion bietet eine patentgeschützte Parksystem-Technologie, die Flächen effizienter nutzt, Emissionen reduziert und Elektrofahrzeuge während des Parkens automatisch lädt. Gerade im urbanen Raum adressiert das Konzept zentrale Herausforderungen von Mobilität und Flächenknappheit.

 

TRIDI Solutions

Das KI-Medizintechnikunternehmen hat ein System entwickelt, das Chirurgen während Eingriffen KI-basierte Entscheidungshilfen liefert. Ziel ist es, Operationen effizienter zu gestalten und die Patientenversorgung zu verbessern.

 

Algene

Die Algene Holding SE entwickelt und skaliert Produkte auf Basis von Algenbiomasse, die als nachhaltige Alternative zu fossilen und tierischen Rohstoffen dienen. Ihre Lösungen ermöglichen die Herstellung umweltfreundlicher Materialien und Inhaltsstoffe für Industrie, Konsumgüter und weitere Anwendungen mit reduziertem CO₂-Fußabdruck.

 

Standardisierter Impact-Prozess

Eine zentrale Grundlage für den strategischen Portfolioausbau bildet der 2025 eingeführte Venture Impact Assessment (VIA)-Prozess, den die DN Group AG gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen p17 entwickelt hat. Das Verfahren verknüpft die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) mit einem Scoring-Modell, das auf rund 40 ESG-Kriterien basiert und sowohl ökologische als auch gesellschaftliche Wirkungen systematisch erfasst.

Der VIA-Prozess dient als vorgeschaltetes Prüf- und Steuerungsinstrument für Investitionsentscheidungen und ergänzt die klassische wirtschaftliche Analyse. Auf Basis eines Gesamtscores werden Unternehmen hinsichtlich ihres positiven oder negativen Impacts bewertet und zusätzlich nach der Stärke ihrer Wirkung differenziert. Nach Unternehmensangaben haben sämtliche Portfoliounternehmen diesen Prüfprozess erfolgreich durchlaufen und dabei einen klar positiven Impact nachgewiesen.

 

Personelle Verstärkung im Vorstand

Mit Blick auf weiteres Wachstum wurde 2025 zudem Dr. Andreas Rickert in den Vorstand berufen. Der Nachhaltigkeitsexperte war unter anderem bei der Bertelsmann Stiftung und der Weltbank tätig, gründete die Phineo gAG und ist Vorsitzender des Bundesverbands Impact Investing. Seine Berufung gilt als strategisches Signal für die geplante internationale Weiterentwicklung des Impact-Investing-Ansatzes.

CEO Ole Nixdorff betonte, dass man 2025 strukturell und personell gestärkt sowie das Portfolio wertschöpfend erweitert habe. Impact für Umwelt und Gesellschaft sowie wirtschaftlicher Erfolg seien dabei kein Widerspruch, sondern bedingten sich gegenseitig.

 

 

 

Wirtschaftlicher Erfolg als strategische Bestätigung

Die nun gemeldete Gewinnsteigerung untermauert diesen Anspruch. Während viele Impact-Investoren noch um den Beweis ringen, dass Nachhaltigkeit und Rendite vereinbar sind, scheint die DN Group AG 2025 genau dieses Narrativ zu bedienen: wachsendes Eigenkapital, ausgeweitete Bilanzsumme, steigender Jahresüberschuss – und ein klar strukturierter Impact-Investment-Prozess.

Ob sich das Wachstumstempo auch 2026 fortsetzen lässt, dürfte nicht zuletzt von der weiteren Entwicklung der jungen Beteiligungen abhängen. Die strategische Grundlage jedenfalls scheint gelegt.