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Micha Langreder – Moderner Brandschutz muss nicht teuer sein muss Moderne Brandschutzplanung gilt vielen Bauherren noch immer als teuer und komplex. Micha Langreder, Geschäftsführer der NIG – Nienburger Ingenieur GmbH, zeigt im Interview, dass Sicherheit auch wirtschaftlich machbar ist. Mit intelligenten Konzepten, technischer Kompetenz und praxisnahen Lösungen verbindet er Schutz und Kostenbewusstsein. Ein Gespräch für Bauherren und Entscheider, die auf effizienten Brandschutz setzen.

Warum moderner Brandschutz nicht teuer sein muss – Micha Langreder im Interview
Moderne Brandschutzplanung gilt vielen Bauherren noch immer als Kostentreiber. Vorschriften, Gutachten und bauliche Zusatzmaßnahmen erscheinen komplex und teuer. Micha Langreder, geschäftsführender Co-Gesellschafter der NIG – Nienburger Ingenieur GmbH – Langreder & Partner, widerspricht diesem Bild deutlich. Im Interview erklärt der Brandschützer, warum Sicherheit und Wirtschaftlichkeit kein Widerspruch sind – und wie intelligenter Brandschutz heute funktioniert.
„Brandschutz lebt nicht von Papier, sondern von Verständnis“
Herr Langreder, viele Entscheider verbinden Brandschutz mit Normen, Aktenordnern und hohen Kosten. Trifft dieses Bild zu?
Micha Langreder: Nein, zumindest greift es viel zu kurz. Natürlich arbeiten wir mit Vorschriften und Berechnungen. Aber guter Brandschutz entsteht nicht am Schreibtisch, sondern im Verständnis für das Gebäude, seine Nutzung und die Menschen, die sich darin aufhalten. Unser Beruf lebt vom Austausch mit Bauherren, Planern und Prüfern. Nur so entstehen Lösungen, die im Alltag funktionieren – und nicht unnötig teuer sind.
Generationenwechsel mit klarer Leitlinie
Sie haben den Familienbetrieb 2021 übernommen. Was prägt Ihren Ansatz heute?
Micha Langreder: Ich habe von meinem Vater einen sehr klaren Leitsatz mitbekommen: Immer an das Portemonnaie des Bauherrn denken – ohne die Schutzziele zu vernachlässigen. Genau daran orientieren wir uns bei der NIG. Brandschutz darf Projekte nicht blockieren oder wirtschaftlich aus dem Ruder laufen lassen. Sicherheit muss bezahlbar bleiben.
Wirtschaftlicher Brandschutz aus der Praxis
Können Sie ein Beispiel nennen, wie sich Kosten bei gleichem Sicherheitsniveau senken lassen?
Ein typisches Beispiel ist ein Pflegeheim in Niedersachsen, ein Bestandsgebäude, das saniert werden sollte. Ein vorheriges Konzept setzte stark auf teure bauliche Maßnahmen. Wir haben das gleiche Schutzziel erreicht, aber anders gedacht: Statt alles baulich zu lösen, haben wir anlagentechnisch kompensiert und den Bestandsschutz konsequent genutzt. Die Sicherheit wurde verbessert – und der Bauherr konnte erhebliche Kosten sparen.
Was heißt das konkret?
Ein Lichthof sollte ursprünglich vollständig mit Brandschutzverglasung ausgeführt werden. Wir haben ihn der Nutzungseinheit zugeschlagen und mit einer vorhandenen Brandmeldeanlage kompensiert. Die bestehende Verglasung konnte bleiben. In Abstimmung mit dem Prüfer war das rechtssicher – und wirtschaftlich deutlich sinnvoller.
Technik statt Überplanung
Gibt es weitere Bereiche mit Einsparpotenzial?
Ja, etwa bei Decken in Büro- und Verwaltungsgebäuden, Tiefgaragen oder Handelsimmobilien. Wir setzen dort häufig auf optimierte StahlbetonFlachdecken mit modernen Berechnungsmethoden und BAMTECBewehrungen. Das spart bis zu 25 Prozent Material und reduziert die Bauzeit erheblich – bei gleicher Brandsicherheit.

„Heute ist alles sicherer – aber Prozesse müssen besser werden“
Wie bewerten Sie die Entwicklung des vorbeugenden Brandschutzes in Deutschland?
Grundsätzlich positiv. Es gibt mehr Vorschriften als früher, aber sie haben das Sicherheitsniveau deutlich erhöht. Weniger Regeln wären aus meiner Sicht der falsche Weg. Was wir brauchen, sind klarere, digitale und transparentere Prozesse – vor allem in der Zusammenarbeit mit Behörden.
Micha Langreder – Vertrauen statt Marketing
Wie gewinnt die NIG neue Projekte?
Zum großen Teil durch Empfehlungen. Wenn Bauherren merken, dass wir Sicherheit schaffen und gleichzeitig wirtschaftlich denken, spricht sich das herum. Das beste Kompliment ist für mich, wenn jemand sagt: Sie haben uns viel Geld gespart und trotzdem ein sicheres Gebäude ermöglicht.
Blick fürs Wesentliche
Worauf achten Sie persönlich, wenn Sie ein Gebäude betreten?
Auf die Rettungswege. Sind sie vorhanden, frei zugänglich und logisch geführt? Das ist die Grundlage jeder Sicherheit. Fehler in diesem Bereich sind keine Formalitäten, sondern echte Risiken.
Fazit für Entscheider und Bauherren
Der Ansatz von Micha Langreder zeigt: Moderner Brandschutz muss kein Kostentreiber sein. Wer früh plant, den Bestand intelligent nutzt und technische Möglichkeiten sinnvoll einsetzt, kann Sicherheit und Wirtschaftlichkeit miteinander verbinden. Die NIG – Nienburger Ingenieur GmbH – Langreder & Partner steht damit für einen pragmatischen, verantwortungsvollen Brandschutz – mit Augenmaß, Erfahrung und einem klaren Blick für das Machbare.
Viele Bauherren verbinden Brandschutz mit komplexen Vorschriften und hohen Baukosten. Tatsächlich treiben vor allem bauliche Überplanungen und fehlende Abstimmungen die Kosten. Durch intelligente, anlagentechnische oder organisatorische Lösungen lässt sich das gleiche Sicherheitsniveau oft günstiger erreichen.
Wirtschaftliche Brandschutzplanung setzt auf frühzeitige Einbindung von Fachplanern, transparente Kommunikation und die Nutzung bestehender Gebäudestrukturen. Micha Langreder von der NIG zeigt, dass maßgeschneiderte Konzepte teure Standardlösungen ersetzen können, ohne Sicherheitsrisiken einzugehen.
Technische Systeme wie Brandmelde‑, Rauchgas‑ oder Löschanlagen ermöglichen flexible und kosteneffiziente Konzepte. Sie kompensieren bauliche Maßnahmen und erhöhen gleichzeitig die Sicherheit. Entscheidend ist die Abstimmung zwischen Planung, Behörde und Betreiber.
Frühe Beratung durch erfahrene Brandschutzplaner wie Micha Langreder hilft, Fehlplanungen und Zusatzkosten zu vermeiden. Wer Brandschutz von Beginn an in die Gebäudekonzeption integriert, spart Zeit, Geld und vermeidet spätere Nachrüstungen.







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