Die Lehmann Holding GmbH aus München plant den großflächigen Ausbau der Fast-Food-Kette Taco Bell in Bayern. Bis 2031 sollen mindestens 15 Standorte entstehen. Finanziert wird das Vorhaben über ein Security Token Offering (STO), das klassische Franchise-Expansion mit digitaler Kapitalmarktfinanzierung verbindet.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Die Lehmann Holding plant bis 2031 mindestens 15 Taco-Bell-Standorte in Bayern.

 

  • Erste Standorte sind in München-Riem und München-Freiham vorgesehen.

 

  • Die Finanzierung erfolgt über ein BaFin-reguliertes Security Token Offering.

 

  • Das Unternehmen verbindet Franchise-Wachstum mit digitaler Unternehmensfinanzierung.

 

  • Geschäftsführer und Gründer ist der Münchner Unternehmer Christian Lehmann.

 

Lehmann Holding setzt auf Wachstum im Franchise-Markt

Die Lehmann Holding ist in München seit Jahren in Gastronomie, Catering und Gemeinschaftsverpflegung aktiv. Zum Unternehmen gehören unter anderem Betriebsrestaurants, Klinikverpflegung und Franchise-Konzepte.

Mit Taco Bell erweitert die Lehmann Holding ihr Portfolio um eine international bekannte Schnellrestaurantmarke.

Geplant sind zunächst Standorte in:

  • München-Riem
  • München-Freiham

Weitere Expansionen in Nürnberg und Passau werden geprüft.

Die operative Umsetzung übernimmt die eigenständige CL Bayern GmbH.

 

Fakten zur Lehmann Holding und dem Taco-Bell-Projekt

   
Unternehmen Lehmann Holding GmbH
Sitz München
Geschäftsführer Christian Lehmann
Projekt Taco Bell Bayern
Geplante Filialen Mindestens 15
Zielzeitraum Bis 2031
Finanzierungsmodell Security Token Offering (STO)
Mindestinvestment 1.000 Euro
Operative Gesellschaft CL Bayern GmbH

Wer ist Christian Lehmann?

Christian Lehmann hat die Gastronomie von der Pike auf gelernt – buchstäblich. Als Kind half er in den Urlauben am Bodensee in Hotelbetrieben seiner Großeltern mit. Die Ausbildung bei Feinkost Käfer in München, die Leitung des VIP-Bereichs in der Allianz Arena: Die Stationen schärften früh seinen Blick für das, was gastronomische Konzepte trägt oder scheitern lässt.

2011 machte er sich selbstständig, begann mit einem Restaurant, baute ein Hotel auf demselben Grundstück – und wuchs auf sechs Standorte plus ein Cateringunternehmen mit bis zu 3.500 Essen täglich. Ende 2019 eröffnete er in Frankfurt ein Vier-Sterne-Hotel mit Restaurant und Rooftop-Bar. Vier Monate später brach die Pandemie aus.
Der Absturz und die Lektion

Das Frankfurter Hotel hatte keine abrechenbaren Vergleichsmonate. Staatliche Hilfen griffen nicht. Ergebnis: vier geschlossene Häuser, 3,6 Millionen Euro verbranntes Eigenkapital. Um die Insolvenz der gesamten Unternehmensgruppe abzuwenden, musste Lehmann auch zwei Münchner Hotels aufgeben.

Die Reaktion darauf war keine Konsolidierung, sondern radikale Diversifikation. „Stehe niemals nur auf einem Bein, am besten auf 27“– das ist Lehmanns unternehmerisches Credo seitdem.

Heute versorgt die Lehmann Holding GmbH das FMI-Bistro an der Technischen Universität München in Garching mit täglich 1.000 bis 1.200 Mahlzeiten, betreibt Kantinen für die Bundesagentur für Arbeit und Großkliniken, kocht täglich für 600 bis 800 Geflüchtete und betreibt drei Mmaah!-Restaurants sowie eine Ghost Kitchen in München. Die zentrale Produktionsküche ist auf bis zu 2.900 Essen täglich ausgelegt.

 

Lehmann Holding finanziert Taco Bell über Security Token Offering

Für den Franchise-Rollout kalkuliert die Lehmann Holding mit einem Kapitalbedarf von sieben bis acht Millionen Euro.

Statt klassischer Bankkredite nutzt das Unternehmen ein BaFin-reguliertes Security Token Offering.

Die Eckdaten:

  • Mindestzeichnung: 1.000 Euro
  • Verzinsung: 7,5 Prozent jährlich (abhängig vom Geschäftserfolg)
  • Gewinnbeteiligung: 20 Prozent
  • digitale Verwahrung über Wallet
  • potenzielle Handelbarkeit über Sekundärmärkte

Für die Lehmann Holding eröffnet das zusätzliche Finanzierungsspielräume außerhalb klassischer Kreditlinien.

 

Warum die Lehmann Holding auf Taco Bell setzt

Die Marke Taco Bell gehört zum US-Konzern Yum! Brands und zählt weltweit rund 9.000 Standorte.

In Deutschland ist Taco Bell bislang kaum vertreten.

Die Lehmann Holding sieht darin eine Marktlücke: Viele Verbraucher kennen Taco Bell bereits aus Reisen in die USA oder nach Spanien. Diese Bekanntheit könnte dem Start in Bayern Rückenwind geben.

➡️ Meldungen zum Roll-Out von Taco Bell in Bayern:

Taco Bell Bayern als Investment-Case – Franchise trifft Token

Tacos, Token und bayerischer Pioniergeist: Das große Comeback von Taco Bell

Taco Bell Bayern: Lohnt sich ein Investment in den Franchise-Rollout?

Das Franchise-System hinter Taco Bell Bayern

Tacos als Invest: Wie ein Münchner Gastronom die Systemgastronomie neu denkt

Lehmann Holding: Wie Gastronomie und Kapitalmarkt in Bayern zusammenfinden

 

Warum tokenisierte Wertpapiere für den Mittelstand relevant werden

Das Beispiel Lehmann ist bislang ein Einzelfall im deutschen Gastgewerbe. Die strukturellen Bedingungen sind dennoch klar: Mittelständische Unternehmen mit operativer Substanz, konsolidierter Bilanz und einer nachvollziehbaren Wachstumsstrategie können über BaFin-regulierte STOs Kapitalmarktzugang erhalten, ohne auf klassische Kreditlinien angewiesen zu sein. Voraussetzung ist, dass Struktur, Regulierung und Investorenvertrauen zusammenpassen.

Ob sich tokenisierte Wertpapiere als Finanzierungsinstrument im deutschen Mittelstand durchsetzen, hängt nicht zuletzt von der Sichtbarkeit erfolgreicher Praxisbeispiele ab. Der Taco-Bell-Rollout in Bayern könnte ein solches werden.

Fazit

Mit dem geplanten Ausbau von Taco Bell in Bayern verfolgt die Lehmann Holding eines der ambitioniertesten Franchise-Projekte im deutschen Fast-Food-Markt. Die Kombination aus international etablierter Marke, regionaler Umsetzungskompetenz und innovativer Kapitalmarktfinanzierung macht das Vorhaben sowohl aus unternehmerischer als auch aus investitionsbezogener Sicht bemerkenswert. Ob das Projekt zum Vorbild für weitere mittelständische STO-Finanzierungen wird, dürfte sich in den kommenden Jahren zeigen.

 

FAQ zur Lehmann Holding und Taco Bell Bayern

Was ist die Lehmann Holding?

Die Lehmann Holding GmbH ist ein Münchner Unternehmen im Bereich Gastronomie, Catering und Gemeinschaftsverpflegung.

Was plant die Lehmann Holding mit Taco Bell?

Bis 2031 sollen mindestens 15 Taco-Bell-Standorte in Bayern entstehen.

 

Wie finanziert die Lehmann Holding das Projekt?

Über ein Security Token Offering mit Mindestzeichnung ab 1.000 Euro.

 

Was ist ein Security Token Offering?

Ein Security Token Offering (STO) ist die digitale Ausgabe eines regulierten Wertpapiers auf Blockchain-Basis.

 

Wem gehört die Lehmann Holding?

Die Lehmann Holding wurde von Christian Lehmann gegründet und wird von ihm geführt.

 

Wo entstehen die ersten Taco-Bell-Standorte?

Die ersten Standorte sind in München-Riem und München-Freiham geplant.

 

Warum setzt die Lehmann Holding auf Taco Bell?

Das Unternehmen sieht aufgrund der geringen Verbreitung in Deutschland und der hohen internationalen Markenbekanntheit erhebliches Wachstumspotenzial.