Die jüngste Ausschreibung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen zeigt den wachsenden Wettbewerbsdruck im deutschen Solarmarkt. Die eingereichte Gebotsmenge war mehr als doppelt so hoch wie das verfügbare Ausschreibungsvolumen. Gleichzeitig blieben die erfolgreichen Gebote auf einem niedrigen Preisniveau. Für Projektentwickler wie die ON Energy GmbH gewinnen damit geeignete Standorte, realistische Netzanschlüsse und belastbare Genehmigungsverfahren weiter an Bedeutung.

Das Wichtigste in Kürze

Die erste Ausschreibungsrunde 2026 für große Photovoltaikanlagen auf Freiflächen war deutlich überzeichnet. Für ein ausgeschriebenes Volumen von rund 2,29 Gigawatt gingen Gebote über insgesamt rund 4,62 Gigawatt ein. Die Bundesnetzagentur erteilte 268 Geboten mit einer Gesamtleistung von knapp 2,30 Gigawatt einen Zuschlag. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert lag bei 4,94 Cent pro Kilowattstunde

Die Ergebnisse zeigen das anhaltend starke Interesse an neuen Solarparks. Gleichzeitig erhöhen sie den Wettbewerbsdruck unter den Projektentwicklern. Gefragt sind Standorte, die planungsrechtlich geeignet sind, über einen technisch und wirtschaftlich realisierbaren Netzanschluss verfügen.

Die ON Energy GmbH begleitet Solarparkprojekte von der Flächenidentifikation über Netzanschluss und Genehmigung bis zur Projektstrukturierung und schlüsselfertigen Errichtung. Gerade in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Ausschreibungsumfeld kann eine solche durchgängige Projektentwicklung zum entscheidenden Faktor werden. 

Gebotsmenge mehr als doppelt so hoch wie Ausschreibungsvolumen

Die Zahlen der Bundesnetzagentur zeigen, wie stark das Interesse an neuen Photovoltaik-Freiflächenanlagen weiterhin ist. Zum Gebotstermin im März 2026 standen rund 2.294 Megawatt zur Ausschreibung. Eingereicht wurden 532 Gebote mit einer Gesamtleistung von etwa 4.622 Megawatt.

Damit erreichte die Ausschreibung eine Deckungsrate von gut 201 Prozent. Auf jedes ausgeschriebene Megawatt kamen rechnerisch mehr als zwei Megawatt an eingereichten Projekten. Von den 532 Geboten erhielten 268 einen Zuschlag. 39 Gebote mit einer Leistung von insgesamt rund 268 Megawatt mussten ausgeschlossen werden

Der Wettbewerb war damit deutlich stärker als in den Ausschreibungsrunden des Jahres 2025. Im März 2025 hatte die Deckungsrate noch bei rund 146 Prozent gelegen, im Juli bei 124 Prozent und im Dezember bei etwa 225 Prozent. Die eingereichten Gebote belegen eine große Projektpipeline, aber nicht, dass alle Vorhaben bereits ausreichend entwickelt oder baureif sind.

Für den weiteren Ausbau der Photovoltaik ist das zunächst ein positives Signal. Die Projektpipeline ist umfangreich, und die Entwickler bringen eine hohe Zahl geplanter Anlagen in das Ausschreibungsverfahren ein.

Gleichzeitig steigt der Druck, Projekte wirtschaftlich, technisch und genehmigungsrechtlich präzise vorzubereiten. Nicht jedes geplante Vorhaben erhält eine Förderung. Selbst ein grundsätzlich geeigneter Standort garantiert noch keinen Zuschlag.

Zuschlagswert steigt leicht gegenüber dem Vorjahr

Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert lag in der aktuellen Runde bei 4,94 Cent pro Kilowattstunde. Der niedrigste erfolgreiche Gebotswert betrug 3,99 Cent, der höchste 5,10 Cent pro Kilowattstunde. Der zulässige Höchstwert lag bei 5,79 Cent

Im März 2025 hatte der durchschnittliche Zuschlagswert noch 4,66 Cent pro Kilowattstunde betragen. In den beiden folgenden Runden stieg er auf 4,84 beziehungsweise 5,00 Cent. Die aktuellen 4,94 Cent liegen damit zwar über dem Vorjahreswert, zugleich aber unter dem Niveau der letzten Ausschreibung 2025. 

Die Entwicklung deutet auf ein weiterhin eng kalkuliertes Marktumfeld hin. Projektentwickler müssen Finanzierung, Netzanschluss, Planung und technische Umsetzung weiterhin eng kalkulieren. Gleichzeitig sorgt die hohe Zahl konkurrierender Gebote für einen anhaltenden Preisdruck.

Für Investoren und Betreiber bedeutet dies: Wirtschaftlich tragfähige Solarparks entstehen zunehmend dort, wo Flächensicherung, Planung, Netzanschluss und technische Auslegung von Beginn an aufeinander abgestimmt werden.

Fläche allein entscheidet nicht über den Projekterfolg

Der erste Schritt eines Solarparks ist häufig die Sicherung eines geeigneten Grundstücks. Doch nicht jede freie oder landwirtschaftlich genutzte Fläche eignet sich tatsächlich für eine Photovoltaikanlage.

Entscheidend sind unter anderem die planungsrechtliche Einordnung, die Entfernung zu einem geeigneten Netzverknüpfungspunkt, die Beschaffenheit des Bodens, Vorgaben des Natur- und Artenschutzes sowie die Haltung von Kommune und Grundstückseigentümern.

Hinzu kommt die Frage, ob der erzeugte Strom in das bestehende Netz aufgenommen werden kann. In zahlreichen Regionen können begrenzte Netzkapazitäten die Entwicklung neuer Anlagen erschweren. Ein Projekt kann über eine geeignete Fläche und grundsätzlich gesicherte planungsrechtliche Voraussetzungen verfügen, sich aber dennoch erheblich verzögern oder unwirtschaftlich werden, wenn kein geeigneter Netzanschluss verfügbar ist.

ON Energy betrachtet deshalb nach eigener Darstellung bereits bei der Flächenprüfung die Nähe zum Netzanschluss, die Eigentümerstruktur, Topografie, Raumordnung und kommunale Zielsetzungen. Die Einholung einer Netzanschlusszusage gehört ausdrücklich zum Entwicklungsprozess des Unternehmens. 

Netzanschluss wird zum Schlüssel der Projektentwicklung

Der starke Ausbau von Wind- und Solarenergie verändert die Anforderungen an die Stromnetze. Erzeugungsanlagen entstehen häufig in Regionen, in denen der lokale Stromverbrauch vergleichsweise gering ist. Der Strom muss deshalb über größere Entfernungen transportiert oder zeitlich flexibel genutzt werden.

Für Solarparkentwickler beginnt die Netzprüfung lange vor dem Bau. Zunächst muss geklärt werden, welcher Netzbetreiber zuständig ist, welche Spannungsebene infrage kommt und an welchem Punkt eine Einspeisung technisch möglich wäre.

Anschließend folgen Netzverträglichkeitsprüfung, Reservierung oder Zuweisung eines Netzverknüpfungspunktes sowie die Kalkulation der Anschlusskosten. Je nach Standort können dafür längere Leitungen, neue Übergabestationen oder Verstärkungen bestehender Netzstrukturen erforderlich werden.

Diese Faktoren beeinflussen nicht nur den Zeitplan, sondern auch die Wirtschaftlichkeit. Ein scheinbar günstiges Grundstück kann sich als ungeeignet erweisen, wenn der Netzanschluss zu weit entfernt oder nur mit erheblichen Zusatzinvestitionen realisierbar ist.

Projektentwickler müssen deshalb Flächen- und Netzplanung als zusammenhängende Aufgabe verstehen. Die jüngsten Ausschreibungsergebnisse verstärken diese Entwicklung: In einem wettbewerbsintensiven Markt gewinnen Projekte an Wert, deren technische, planungsrechtliche und wirtschaftliche Grundlagen bereits belastbar geprüft wurden.

Kommunen bleiben zentrale Partner für Solarparks

Photovoltaik-Freiflächenanlagen benötigen in vielen Fällen ein kommunales Bauleitplanverfahren. Städte und Gemeinden schaffen im Rahmen ihrer Planungshoheit häufig die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen für einen Solarpark.

Für Kommunen geht es dabei nicht nur um Klimaschutz. Zu prüfen sind auch Auswirkungen auf Landschaftsbild, Landwirtschaft, Naturschutz, lokale Infrastruktur und die langfristige Entwicklung des Gemeindegebiets.

Eine frühzeitige und transparente Kommunikation kann helfen, Konflikte zu vermeiden. Grundstückseigentümer, Gemeinderäte, Verwaltungen sowie Bürgerinnen und Bürger sollten nachvollziehen können, warum eine bestimmte Fläche ausgewählt wurde und welche wirtschaftlichen, kommunalen und ökologischen Auswirkungen das Projekt erwarten lässt.

ON Energy beschreibt die langfristige Begleitung von Flächeneigentümern, Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit als einen Bestandteil des eigenen Geschäftsmodells. Das Unternehmen entwickelt Projekte bis zur Baureife und begleitet unter anderem Bauleitplanung, Genehmigung und gesellschaftsrechtliche Strukturierung. 

Gerade bei größeren Freiflächenanlagen kann die Qualität dieser Abstimmung über den weiteren Projektverlauf entscheiden. Verzögerungen in der kommunalen Planung wirken sich direkt auf Ausschreibungstermine, Finanzierung und mögliche Inbetriebnahme aus.

Baureife Projekte gewinnen an Wert

Die aktuelle Ausschreibung zeigt, dass in Deutschland eine große Zahl von Solarparkprojekten entwickelt wird. Allerdings bedeutet eine umfangreiche Pipeline nicht automatisch, dass alle Vorhaben zeitnah gebaut werden können.

Zwischen der ersten Flächensicherung und der Inbetriebnahme liegen häufig mehrere Jahre. Während dieser Zeit müssen Nutzungsverträge geschlossen, Gutachten erstellt, Bauleitpläne beschlossen, Netzanschlüsse geklärt und Finanzierungsstrukturen aufgebaut werden.

Weit entwickelte oder baureife Projekte sind daher für Energieversorger, Stadtwerke und Investoren besonders interessant. Baureife Projekte besitzen daher für Energieversorger, Stadtwerke und institutionelle Investoren einen besonderen Wert.

ON Energy konzentriert sich auf die Entwicklung solcher Vorhaben entlang wesentlicher Teile der Wertschöpfungskette. Das Unternehmen übernimmt nach eigener Darstellung die Flächensicherung, Netzanschlussprüfung, Genehmigungsbegleitung, Teilnahme an EEG-Ausschreibungen und Projektstrukturierung. Darüber hinaus kann ON Energy Projekte bis zur schlüsselfertigen Errichtung begleiten. 

Diese Kombination wird wichtiger, wenn Projektkäufer nicht nur Flächenoptionen, sondern technisch, planungsrechtlich und wirtschaftlich belastbar vorbereitete Vorhaben suchen.

Batteriespeicher verändern die Planung neuer Solarparks

Neben der klassischen Freiflächenanlage rücken Kombinationen aus Photovoltaik und Batteriespeichern stärker in den Fokus. Speicher können Strom aufnehmen, wenn die Solarproduktion hoch und die Nachfrage niedrig ist. Zu einem späteren Zeitpunkt kann die Energie wieder in das Netz eingespeist oder vermarktet werden.

Das kann insbesondere in Zeiten hoher Solarstromerzeugung und geringer Stromnachfrage relevant sein. Mit wachsender installierter Solarleistung entstehen in sonnenreichen Stunden zunehmend Erzeugungsspitzen. In solchen Stunden kann die unmittelbare Einspeisung wirtschaftlich weniger attraktiv sein.

Co-Location-Projekte, bei denen Solarpark und Speicher räumlich und technisch miteinander verbunden werden, können zusätzliche Flexibilität schaffen und den vorhandenen Netzanschluss unter geeigneten Voraussetzungen besser auslasten.

ON Energy nennt Solarparks mit Batteriespeichern bereits als ein Zukunftsthema der Projektentwicklung. Die Verbindung beider Technologien kann dazu beitragen, vorhandene Netzanschlüsse effizienter zu nutzen und die Stromproduktion stärker an Markt- und Netzanforderungen auszurichten. 

Ausbauziel bleibt anspruchsvoll

Deutschland verfügte Ende 2025 über rund 117 Gigawatt installierte Solarleistung. Bis 2030 sieht das Erneuerbare-Energien-Gesetz einen Ausbau auf 215 Gigawatt vor. Damit muss die installierte Leistung innerhalb weniger Jahre noch einmal deutlich wachsen. Nach Berechnung der Bundesnetzagentur müssten dafür bis 2030 jährlich durchschnittlich 19,6 Gigawatt neue Solarleistung hinzukommen.

Freiflächenanlagen werden dabei eine wichtige Rolle spielen. Sie können große Strommengen vergleichsweise kostengünstig erzeugen und lassen sich in deutlich größeren Leistungsklassen errichten als typische Dachanlagen.

Die hohe Beteiligung an der Ausschreibung zeigt, dass zahlreiche Projekte für den weiteren Ausbau vorbereitet werden. Ob aus eingereichten Projekten tatsächlich betriebsbereite Solarparks werden, hängt jedoch von zahlreichen Faktoren ab: Genehmigungen, Netzkapazitäten, Finanzierung, Lieferketten und kommunale Unterstützung müssen zusammenkommen.

Damit verschiebt sich die zentrale Herausforderung. Die Herausforderung liegt damit nicht allein in der Zahl geplanter Projekte, sondern zunehmend in deren Genehmigungsfähigkeit, Finanzierbarkeit und Netzanschluss.

Was die Ausschreibung für ON Energy bedeutet

Für ON Energy bestätigt die aktuelle Marktentwicklung die Bedeutung einer integrierten Projektentwicklung. Das Unternehmen ist als mittelständischer Spezialist auf Photovoltaik-Freiflächenanlagen ausgerichtet und begleitet Projekte über mehrere Entwicklungsstufen hinweg.

In einem überzeichneten Ausschreibungsmarkt kommt es darauf an, frühzeitig realistische Standorte auszuwählen und Projektrisiken zu begrenzen. Dazu gehören belastbare Flächenverträge, eine klare kommunale Perspektive, ein erreichbarer Netzanschlusspunkt und eine wirtschaftlich tragfähige technische Planung.

Das Geschäftsmodell von ON Energy verbindet drei für die Projektentwicklung wesentliche Bereiche:

  • die gemeinsame Prüfung von Fläche und Netzanschluss
  • die Begleitung kommunaler Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie
  • die Entwicklung weit fortgeschrittener Projekte für Energieversorger und Investoren

Die Ausschreibungsergebnisse machen zugleich deutlich, dass Geschwindigkeit allein nicht genügt. Entscheidend ist die Qualität der Projektpipeline. Eine früh gesicherte Fläche bietet erst dann eine belastbare Projektperspektive, wenn das Vorhaben auch planungsrechtlich, energiewirtschaftlich und technisch umsetzbar ist.

Fazit

Die erste Ausschreibung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen 2026 war mehr als doppelt überzeichnet. Das dokumentiert eine umfangreiche Projektpipeline, erhöht aber zugleich den Wettbewerb um Zuschläge, geeignete Standorte und Netzkapazitäten.

Für Projektentwickler kommt es daher darauf an, Flächensicherung, kommunale Planung, Netzanschluss und Wirtschaftlichkeit frühzeitig miteinander zu verbinden. ON Energy ist mit seinem Entwicklungsansatz auf diese Anforderungen ausgerichtet und begleitet Photovoltaik-Freiflächenanlagen von der Standortprüfung bis zur Baureife und möglichen technischen Umsetzung.

Für den weiteren Solarausbau wird nicht allein die Zahl geplanter Anlagen entscheidend sein, sondern wie viele Projekte tatsächlich genehmigt, finanziert und an das Stromnetz angeschlossen werden können.

FAQ zur aktuellen Solarpark-Ausschreibung

Wie stark war die Ausschreibung für Freiflächen-Photovoltaik 2026 überzeichnet?

Für ein ausgeschriebenes Volumen von rund 2,29 Gigawatt gingen Gebote mit einer Gesamtleistung von etwa 4,62 Gigawatt ein. Die Deckungsrate lag damit bei gut 201 Prozent. 

Wie hoch lag der durchschnittliche Zuschlagswert?

Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert betrug 4,94 Cent pro Kilowattstunde. Erfolgreiche Gebote lagen zwischen 3,99 und 5,10 Cent pro Kilowattstunde. 

Warum erhalten nicht alle geplanten Solarparks einen Zuschlag?

Das Ausschreibungsvolumen ist begrenzt. Wenn die eingereichte Leistung das verfügbare Volumen übersteigt, entscheidet grundsätzlich der Gebotswert über die Zuschlagsreihenfolge, sofern das Gebot alle formalen und gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt. 

Welche Rolle spielt der Netzanschluss?

Ohne einen technisch und wirtschaftlich erreichbaren Netzverknüpfungspunkt kann ein Solarpark nicht umgesetzt werden. Netzkapazität und Anschlusskosten gehören deshalb zu den wichtigsten Kriterien bei der Standortprüfung.

Was macht ON Energy bei der Entwicklung eines Solarparks?

ON Energy begleitet nach eigener Darstellung unter anderem Flächenidentifikation und -sicherung, Netzanschlussprüfung, Genehmigungs- und Bauleitplanverfahren, Projektstrukturierung, EEG-Ausschreibungen und die schlüsselfertige Errichtung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen.