US Börse erwartet für 2024 den S&P 500 bei 5400 Punkten – Tendenz steigend?

Die Stimmung am US-Aktienmarkt zeigt sich 2024 sehr positiv, gepaart mit der Erwartung, dass dieser Trend aufgrund des Booms bei der künstlichen Intelligenz (KI) weiter anhalten wird. Ed Yardeni, ein renommierter New Yorker Kapitalmarktberater, setzt für 2024 trotz gegenteiliger Prognosen seiner Kollegen auf eine schnell fallende Inflation in den USA, eine robuste Wirtschaft sowie steigende Aktienkurse. In seiner Prognose sieht er vor, dass der S&P 500, einer der wichtigsten amerikanischen Aktienindex, bis Ende 2024 auf 5400 Punkte steigen wird, ein Anstieg von über elf Prozent im Vergleich zum Stand Dezember 2023.

Analysten der Bank of America und von Goldman Sachs teilen eine ähnlich positive Einschätzung mit Prognosen, die bis zu 5100 Punkte reichen. Diese optimistische Sicht der Experten wird durch das Statement von Jerome Powell (Chef der US-Notenbank) unterstützt, der 2024 eine stärkere Zinssenkung erwartet. 

 

Experten rechnen 2024 mit einem Bullenmarkt für den S&P 500

Analysten identifizierten mehrere Faktoren, die 2024 einen Bullenmarkt für den S&P500 erwarten lassen. Ein Bullenmarkt wird durch einen Anstieg von mindestens 20 Prozent vom letzten Tiefpunkt definiert, das scheint dieses Jahr im Anmarsch zu sein.

Die Aussichten auf fallende Zinsen stimmen die Anleger positiv. Zusätzlich trägt ein Onshoring-Trend bei, der ausländische Firmen in die USA zieht und die Kapitalinvestitionen steigert. Onshoring bezeichnet die Rückverlagerung von Unternehmensprozessen ins Heimatland.

Die Experten sehen auch die Infrastrukturausgaben der US-Regierung als positiven Einfluss auf den Arbeitsmarkt und Konsum, was wiederum den Aktienmärkten zugutekommt. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die High-Tech-Revolution, besonders angetrieben durch künstliche Intelligenz, die Investitionen in Software und Technologieausrüstung – und somit auch die Produktivität – steigern wird.

Für 2024 prognostizieren Analysten, dass Technologie-Aktien erneut zu den größten Gewinnern gehören könnten. Durch den anhaltenden Boom auf KI rechnen die Experten mit einem Aufwärtstrend bei allen großen Technologiewerten.

Bulle und Bär sind die tierischen Symbole des Auf und Ab der Börse. Der Bulle ist der Gute, der für Wachstum steht. Der Bär, der Devote, symbolisiert den Abschwung an der Börse.

Bulle und Bär sind die tierischen Symbole des Auf und Ab der Börse. Der Bulle ist der Gute, der für Wachstum steht. Der Bär, der Devote, symbolisiert den Abschwung an der Börse.

Was machen Bulle und Bär an der Börse?

„Bulle“ und „Bär“ sind die bekanntesten Begriffe, die Fachleute an der Börse verwendet, um Marktverhaltensweisen zu beschreiben.

Hier noch etwas mehr Börsenlatein:

Bullenmarkt (bullischer Markt): Ein „Bulle“ repräsentiert einen Aufwärtstrend an der Börse. Wenn ein Markt als „bullisch“ bezeichnet wird, bedeutet dies, dass der Markt optimistisch ist und die Preise steigen. Der Begriff leitet sich vom Angriffsverhalten des Bullen ab, der mit seinen Hörnern nach oben stößt, was symbolisch für die Bewegung des Marktes nach oben steht. Steigen die Preise stark und in kurzer Zeit, dann spricht man auch von der „Hausse“ an der Börse.

Bärenmarkt (bärischer Markt): Im Gegensatz dazu steht der „Bär“ für einen Abwärtstrend an der Börse. Ein „bärischer“ Markt ist pessimistisch und symbolisiert fallende Preise. Dieser Begriff stammt vom Verhalten des Bären, der mit seinen Pfoten nach unten schlägt, was die fallende Bewegung der Marktpreise symbolisiert. Auch die geduckte Kopfhaltung des Bären soll diesen Zustand unterstreichen. Fallen die Preise rasant bezeichnet man diesen Vorgang börsensprachlich auch als „Baisse“.

Seitwärtsmarkt: Die Seitwärtsbewegung eines Marktes beschreibt den Zustand, wenn sich der Markt weder nach oben oder nach unten bewegt. Beim Seitwärtsmarkt gibt es zwar gewisse Schwankungen, die aber nicht als richtige Kursbewegungen zu deuten sind.

Bullenfalle: Von einer Bullenfalle spricht man auf dem Börsenparkett, wenn Investoren an einen Kursanstieg glauben, und deshalb vermehrt in Wertpapiere investieren. Kurz nach dem Kauf fallen die Preise jedoch deutlich.

Bärenfalle: In die Bärenfalle geraten Investoren, die ihre Wertpapiere bei fallenden Kursen schnell verkaufen, um weitere Verluste zu vermeiden. Kurz nach dem Verkauf steigen die Preise aber wieder exponentiell.

Börsenrally: Eine Rally an der Börse findet statt, wenn sich die Kurse rasant nach oben bewegen. Eine Rally kann auch in der Periode eines Bärenmarktes stattfinden, was Börsianer dann als Bärenmarktrally bezeichnen.

Börsencrash: Bei einem Börsencrash stürzen die Preise abrupt und meist ohne Vorzeichen in den Keller.

Thomas Olek (Aufsichtsratsvorsitzender der publity AG und CEO der NEON Equity AG)

Thomas Olek (Aufsichtsratsvorsitzender der publity AG und CEO der NEON Equity AG)

Wir fragen den Börsenkenner Thomas Olek zum Thema KI in Deutschland:

„Herr Oleg, kann sich Deutschland in absehbarer Zeit zu einem führenden Zentrum für künstliche Intelligenz entwickeln?

Bislang dominierten die großen Technologieunternehmen, wie Microsoft, Apple, Meta, Google und NVIDIA den Markt und somit den Großteil der Kursgewinne. Nvidia’s Aktien stiegen seit Jahresbeginn 2024 um mehr als 240%. Meta, das Mutterunternehmen von Facebook, verzeichnete einen Anstieg von über 180% und auch Microsoft legte mehr als 55% zu. Wie Sie wissen sind das alles US-Unternehmen. Der Markt ist heiß umkämpft, aber die Spitzenplätze nehmen nach wie vor die USA, dann China und Großbritannien ein. 

Deutschland hat in diesem Sektor leider vor Jahren den Anschluss verpasst. Länder wie Israel, Kanada, Frankreich, Indien und Japan sind im KI Bereich viel weiter und innovativer als Deutschland unterwegs.

Deutschland steht im KI-Bereich insgesamt trotzdem nicht so schlecht da. Wir haben viele Start-ups und erfolgreiche Unternehmen im KI-Sektor in Deutschland. Es liegt jetzt auch an der Politik der deutschen Bundesregierung, ob sich Deutschland als hoch entwickeltes Industrieland in den kommenden Jahren mit in die Spitzenplätze bei KI einreihen wird. Der BMBF Aktionsplan „Künstliche Intelligenz“ ist zwar gut gedacht, muss aber auch mit Leben gefüllt werden. Damit meine ich die umfangreiche Förderung dieser Branche durch den Bund. Da ist die deutsche Politik noch sehr zögerlich unterwegs.

Der zunehmende Einsatz von KI eröffnet den Investoren neue Möglichkeiten. Zum Beispiel im Sektor Cloud-Computing und Rechenzentrumsdienstleistungen sehe ich für Anleger sehr gute Aussichten. Zu erwarten ist auch, dass Unternehmen wie Cloudflare, Snowflake, Shopify und Amazon 2024/25 von der nächsten KI-Welle profitieren werden. Auch vom US Software- und Cloud- Computing- Unternehmen Salesforce wird man in Zukunft noch viel hören. Ähnliches Potential sehe ich auch bei Salesforce’s Konkurrent HubSpot.

Was bedeutet S&P 500?

Der S&P 500 Index, die Kurzform für den Standard & Poor’s 500 Index, ist ein hoch angesehener Aktienmarktindex, der die Performance von 500 führenden Unternehmen, die an den großen US-Börsen gelistet sind, repräsentiert. Die Unternehmen sind aus verschiedenen Sektoren der Wirtschaft, was dem Index eine diversifizierte und umfassende Darstellung der US-Wirtschaft möglich macht.

S&P 500 Index, die Kurzform für den Standard & Poor's 500 Index

S&P 500 Index, die Kurzform für den Standard & Poor’s 500 Index

 

Wer hat den S&P500 Index gegründet?

Der S&P 500 Index, ein bekannter und weit verbreiteter Aktienmarktindex, wurde 1957 von Standard & Poor’s ins Leben gerufen. Standard & Poor’s, heute als S&P Global bekannt, ist ein amerikanisches Finanzdienstleistungsunternehmen, das sich auf die Bereitstellung von Finanzmarktdaten spezialisiert hat. Der S&P 500 wurde entwickelt, um eine breitere und repräsentativere Sammlung von US-Aktien abzubilden als sein Vorgänger, der S&P 90.

Die Gründung des S&P 500 Index im Jahr 1957 kann nicht auf einzelne Personen zurückgeführt werden, er wurde von Standard & Poor’s entwickelt wurde. Standard & Poor’s selbst entstand aus der Fusion zweier Finanzmarkt-Analysefirmen – der 1860 gegründeten „Henry Varnum Poor’s“ und der 1906 von Luther Lee Blake gegründeten „Standard Statistics Bureau“.

Henry Varnum Poor war ein einflussreicher Wirtschaftsanalytiker und Journalist, der für seine Arbeit über Eisenbahnfinanzen bekannt war. Sein Unternehmen konzentrierte sich auf die Erstellung von Handbüchern, die Finanzinformationen und Analysen zu Eisenbahngesellschaften und anderen Unternehmen bereitstellten.

Die Standard Statistics Company, gegründet von Luther Lee Blake, spezialisierte sich auf die Erfassung von Finanzdaten und Statistiken von Unternehmen und veröffentlichte diese Informationen.

Die Fusion dieser beiden Unternehmen im Jahr 1941 führte zur Bildung von Standard & Poor’s. Der S&P 500 Index wurde als ein breiterer und repräsentativerer Aktienmarktindex als sein Vorgänger, der S&P 90, ins Leben gerufen, um die Leistung der größten und am aktivsten gehandelten Aktien in den USA abzubilden. 

Der S&P 500 Index umfasst 500 große Unternehmen aus verschiedenen Branchen

Der S&P 500 Index umfasst 500 große Unternehmen aus verschiedenen Branchen

Die wichtigsten Schlüsselaspekte des S&P 500

Zusammensetzung des Index

Der S&P 500 Index umfasst 500 große Unternehmen aus verschiedenen Branchen, wie Technologie, Gesundheitswesen, Finanzen, Konsumgüter und mehr. Diese Vielfalt des Indes sorgt dafür, dass er nicht nur die Entwicklungen in einem einzigen Sektor darstellt.

Marktkapitalisierungsgewichtung

Unternehmen werden im S&P 500 nach ihrer Marktkapitalisierung gewichtet. Größere Unternehmen mit einer höheren Marktkapitalisierung haben einen größeren Einfluss auf die Bewegungen des Index. Schwergewichte wie Apple, Microsoft und Amazon haben aufgrund ihrer Kapitalisierung einen signifikanten Einfluss auf den Index.

Leistungsindikator

Der S&P 500 wird international als Barometer für die „Gesundheit“ der amerikanischen Wirtschaft angesehen. Er ist ein wichtiger Indikator für die allgemeine Leistung des US-Aktienmarktes. Investoren messen die Performance ihrer Portfolios mit S&P 500, um ihre eigene Anlagestrategie zu bewerten.

Investmentvehikel

Der Index ist die Grundlage für eine Vielzahl von Anlageprodukten, einschließlich börsengehandelter Fonds (ETFs), die den Index nachbilden. Der bekannteste ETF, welcher den S&P 500 nachbildet, ist der SPDR S&P 500 ETF (SPY).

Historische Performance

Historisch gesehen hat der S&P 500 Index langfristig positive Renditen erzielt, obwohl er kurzfristigen Schwankungen unterliegt. Das macht ihn bei langfristigen Anlegern sehr beliebt.

Auswahlkriterien für Unternehmen

Nicht jedes börsennotierte Unternehmen wird Teil des S&P 500. Die Unternehmen müssen bestimmte Kriterien erfüllen, um in den Index aufgenommen zu werden:

  • Marktkapitalisierung mindestens 13,1 Milliarden US-Dollar (Summe wird regelmäßig an die aktuellen Marktgegebenheiten angepasst)
  • Handelsvolumen von mindestens 250.000 Aktien in den sechs Monaten vor Aufnahme in den Index
  • Aktie muss seit mindestens 1 Jahr öffentlich an der New York Stock Exchange oder im NASDAQ gelistet sein
  • Die Hälfte der Aktien muss öffentlich zugänglich sein
  • Im Quartal vor der Aufnahme müssen positive Ergebnisse erzielt werden.
  • Im gesamten Jahr vor der Aufnahme müssen die einzelnen Quartale jeweils einen Gesamtgewinn aufweisen

Anpassungen und Rebalancing

Der S&P 500 wird monatlich von einer Kommission mit Mitgliedern des S&P Dow Jones Indices überprüft und nach Marktlage angepasst. Diese monatlichen Zusammenkünfte der Kommission sind streng vertraulich, denn die Änderung der Zusammensetzung des S&P 500 Index ist eine wichtige Anlegerinformation. Die Überprüfungen finden statt, um sicherzustellen, dass der Index weiterhin eine genaue Darstellung des Marktes bietet. Dies beinhaltet auch das Hinzufügen oder Entfernen von Unternehmen, basierend auf Ihrer Marktkapitalisierung und anderer Faktoren.

Globaler Einfluss

Obwohl es sich bei dem S&P 500 Index um einen US-Index handelt, hat der S&P 500 wegen der globalen Präsenz vieler der enthaltenen Unternehmen und der Bedeutung des US-Marktes einen erheblichen Einfluss auf die globalen Finanzmärkte.

Der S&P 500 ist ein attraktives Investmentprodukt, besonders für mittel- und langfristige Anlagen

Der S&P 500 ist ein attraktives Investmentprodukt, besonders für mittel- und langfristige Anlagen

Investitionen in den S&P 500: Eine Analyse der Durchschnittsrenditen

Der S&P 500 ist ein attraktives Investmentprodukt, besonders für mittel- und langfristige Anlagen.

Die folgende Darstellung zeigt, wie sich die durchschnittlichen Renditen entwickelt haben: (in 3 verschiedenen Perioden dargestellt).

5-Jahres-Rendite des S&P 500 Index (2018-2023)

  • Durchschnittliche Jahresrendite = 13,7%
  • Gesamtrendite für diesen Zeitraum = 90,3%
  • In 4 der 5 Jahre gab es eine positive Rendite
  • nur 2022 war sie negativ

 

10-Jahres-Rendite des S&P 500 Index (2013-2023)

  • Durchschnittliche Jahresrendite = 9,9%
  • Gesamtrendite für diesen Zeitraum = 158,1%
  • Bestes Jahr: 2019 war das Top-Jahr mit einer Rendite von 28,9%
  • Schlechtestes Jahr: 2022 mit -19,4% 

 

20-Jahres-Rendite des S&P 500 Index (2003-2023)

  • Durchschnittliche Jahresrendite = 7,6%
  • Gesamtrendite über 20 Jahre = 329%
  • Stärkstes Jahr: 2013 mit einer Rendite von 29,6% 
  • Schwächstes Jahr: 2008 mit -38,5% Ergebnis
Wer sind die Magnificent Seven?

Wer sind die Magnificent Seven?

Was sind die Top 7 von S&P 500?

Betrachtet man die Entwicklung des S&P500 in jüngster Zeit, so könnte man sich bei den positiven Bewertungen auf die ersten 7 führenden Unternehmen beschränken. Nur Nvidia, Meta, Microsoft, Tesla, Alphabet, Apple und Amazon konnten in letzter Zeit deutliche Gewinne erwirtschaften und so den Index über der Wasseroberfläche halten. Die anderen 495 Werte dümpelten ohne große Bewegungen seitwärts vor sich hin.

Die Magnificent Seven:

  • Nvidia (NVDA)
  • Meta (META)
  • Microsoft (MSFT)
  • Tesla (TSLA)
  • Amazon (AMZN)
  • Alphabet (GOOG)
  • Apple (AAPL)
Es gibt zahlreiche Einflüsse zu beachten, die sich direkt oder indirekt auf den Preis des Aktienindex S&P500 auswirken. 

Es gibt zahlreiche Einflüsse zu beachten, die sich direkt oder indirekt auf den Preis des Aktienindex S&P500 auswirken.

Faktoren, die den Preis des S&P 500 beeinflussen

Wer oder was bewegt den S&P 500 nach oben, nach unten oder zur Seite? Es gibt zahlreiche Einflüsse zu beachten, die sich direkt oder indirekt auf den Preis des Aktienindex S&P 500 auswirken. 

Folgende Faktoren beeinflussen die S&P 500 Kursentwicklung:

 

US-Wirtschaftswachstum & Wirtschaftsdaten

Der S&P 500 wird als zuverlässiger Indikator für die Wirtschaft der Vereinigten Staaten angesehen. Nur geringste Veränderungen der Wirtschaftsleistung in den USA haben unmittelbaren Einfluss auf die Entwicklung des S&P 500. Sowohl die Bekanntgabe von Arbeitsmarktdaten, die als Katalysator oder Dämpfer für die Preise dienen, als auch die Veröffentlichung von Verbraucherdaten und des Einkaufsmanagerindex wirken sich direkt auf den Wert des S&P 500 aus.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA ist dabei der bedeutendste Indikator. 2023 wurden die Analysten von einem langsamer als erwarteten Wachstum der US-Wirtschaft überrascht. Während zunächst ein Wachstum von 2 % im ersten Quartal 2023 erwartet wurde, gab das Handelsministerium tatsächlich eine Wachstumsrate von nur 1,1 % bekannt.

Geldpolitik der FED

Die Geldpolitik der FED hat einen unmittelbaren Einfluss auf die Preisentwicklung des S&P 500 Index. Die FED greift ein, wenn die Inflationsrate ein überdurchschnittlich hohes Niveau erreicht – dieses Szenario ist seit 2021 Realität. Die FED hebt dann stufenweise den Leitzins an, um die Teuerungsrate einzudämmen. Zuletzt wurde der US-Leitzins im Juli 2023 auf 5,5 % angehoben. Seitdem liegt der Leitzins zwischen 5,25 und 5,5%, die FED ließ den Leitzins weiterhin unverändert.

Zwar geht die Teuerungsrate allmählich zurück, jedoch liegt sie nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Ob die FED von weiteren Zinserhöhungen absieht, bleibt abzuwarten. Je höher der Leitzins, desto unattraktiver erscheinen Aktien. Investoren wenden sich tendenziell eher Bundes- und Staatsanleihen zu, die eine deutlich geringere Volatilität aufweisen. Die FED rechnet für 2024 mit einer Inflationsrate von 2,5%.

FED – United States Federal Reserve System 

Die Federal Reserve (oft als „Fed“ bezeichnet) ist das Zentralbanksystem der Vereinigten Staaten. Sie wurde durch den Federal Reserve Act im Jahr 1913 gegründet und hat die Aufgabe, die Stabilität des Finanzsystems und die wirtschaftliche Gesundheit des Landes zu fördern. Zu ihren Hauptfunktionen gehören die Steuerung der Geldpolitik, die Überwachung und Regulierung von Banken, die Erhaltung der Stabilität des Finanzsystems und die Bereitstellung von Bankdienstleistungen für Einlageninstitute, die US-Regierung und ausländische offizielle Institutionen.

Die Fed steuert die Geldpolitik hauptsächlich durch die Festlegung des Leitzinses, was wiederum die Kreditvergabe- und Sparbedingungen in der Wirtschaft beeinflusst. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist es, Inflation und Arbeitslosigkeit in einem ausgewogenen Verhältnis zu halten. Das Federal Reserve System besteht aus einem Board of Governors in Washington, D.C., und zwölf regionalen Federal Reserve Banken in verschiedenen Großstädten der USA.

Geschäftsberichte der US-Aktienunternehmen

Die Schwankungen des S&P 500-Index sind abhängig von den Kursen der darin gelisteten US-Aktienunternehmen. Ein Anstieg der Aktienkurse dieser Unternehmen führt in der Regel zu einem Anstieg des Index, es sei denn es gibt viele „Verlierer“ im Index.

Die Veröffentlichung der Geschäftsberichte spielt eine entscheidende Rolle. Die Geschäftsberichte erscheinen vierteljährlich in der sogenannten Berichtssaison und geben den Anlegern Einblick in die wirtschaftliche Entwicklung des vergangenen Quartals.

Ausschlaggebens sind dabei Schlüsselindikatoren wie Umsatzwachstum, Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) sowie Dividendenrendite. Können diese Kennzahlen die Erwartungen der Analysten übertreffen, dann führt das in der Regel zu einem Anstieg der Aktienkurse.

 

Auf dem Weg zur Aktiengesellschaft begleitet die NEON Equity AG junge Investoren

Die NEON Equity AG unter CEO Thomas Olek führte schon zahlreiche Unternehmen durch den IPO-Prozess

Die NEON Equity AG unter CEO Thomas Olek führte schon zahlreiche Unternehmen durch den IPO-Prozess

Wer ist NEON Equity?

„Die Neon Equity AG ist ein gründergeführter Investor und Wachstums- Enabler. Der Investmentfokus liegt auf europäischen Unternehmen aus den Bereichen Immobilienwirtschaft, Consulting und Technologien, die Wachstums- und Kapitalmarktpotential sowie ein ESG-fähiges Geschäftsmodell aufweisen. Als erfahrener Partner berät Neon Equity Portfoliounternehmen zudem bei der Umsetzung ihrer Kapitalmarkt- und Wachstumsstrategien. Dabei bringt Neon Equity umfassendes Know-how insbesondere in den Bereichen Kapitalmarkttransaktionen, Immobilienwirtschaft und Tokenisierung ein und verfügt über ein tragfähiges Partner- sowie Investorennetzwerk.

Die NEON Equity AG wurde 2017 von einer Gruppe visionärer Finanzexperten um Thomas Olek gegründet. Der technische Fortschritt und die Digitalisierung in allen Bereichen lösen auch die traditionellen Methoden der Vermögensverwaltung ab. Damit die Anforderungen an die modernen Anleger gerecht wird, sind innovative Lösungen im Bereich der digitalen Vermögensverwaltung notwendig. Seit ihrer Gründung hat die NEON Equity AG eine beeindruckende Wachstumsrate verzeichnet.

Neon Equity AG nimmt eine Reihe von Rollen bei der Betreuung von IPOs ein. Dazu zählen die Unterstützung der Unternehmensfinanzierung von klassischer IPOs, beim Listingverfahren und bei Manteltransaktionen. Das Know-How und die langjährige Erfahrung der Finanzexperten um den Vorstandsvorsitzenden Thomas Olek und den CFO Ole Nixdorff ist in der Lage allen IPOs „made in Germany“ zu einem erfolgreichen Start zu verhelfen.

Der Gründer hat erfolgreiche IPOs mitgestaltet und durchgeführt, was er unter anderem in seinem Interview vom Autowäscher zum Millionär beschreibt. So brachte er die Immobilienfirma publity AG im Jahr 2015 an die Börse, nachdem er diese im Jahr 1999 übernommen hat. Dabei hat er zusammen mit weiteren Experten viel Erfahrungen gesammelt, wie man ein Unternehmen zusammen mit einer ganzen Branche digitalisiert.“

(Auszug aus der Website der publity AG)

Über lange Zeiträume hinweg hat der S&P 500 im Allgemeinen eine positive Rendite gezeigt

Über lange Zeiträume hinweg hat der S&P 500 im Allgemeinen eine positive Rendite gezeigt

S&P 500 Historie

Die Analyse der historischen Kurse des S&P 500 kann sehr hilfreich sein, um ein Verständnis für die Marktreaktionen auf verschiedene Ereignisse zu gewinnen und um langfristige Renditetrends zu identifizieren.

Hier einige wichtige Aspekte der S&P 500-Historie:

Langfristige Trends: Über lange Zeiträume hinweg hat der S&P 500 im Allgemeinen eine positive Rendite gezeigt, was ihn zu einem attraktiven Investment für Langzeitinvestoren macht. Diese langfristige Aufwärtstendenz ist teilweise auf das Wachstum der US-Wirtschaft und die zunehmende Profitabilität der im Index enthaltenen Unternehmen zurückzuführen.

Marktzyklen: Der S&P 500 hat zahlreiche Marktzyklen durchlaufen, einschließlich Bullenmärkte (längere Perioden mit steigenden Kursen) und Bärenmärkte (längere Perioden mit fallenden Kursen). Ein gutes Verständnis dieser Zyklen hilft die gegenwärtigen Marktbedingungen im Kontext der Geschichte zu sehen.

Reaktion auf globale Ereignisse: Die Historie des S&P 500 zeigt, wie der Markt auf bedeutende globale Ereignisse reagiert hat, wie z.B. Wirtschaftskrisen, politische Ereignisse, Naturkatastrophen und Pandemien. Diese Ereignisse können kurzfristige Volatilität verursachen, aber der langfristige Trend bleibt oft bestehen.

Durchschnittliche Jahresrenditen: Historisch gesehen bietet der S&P 500 eine der höchsten durchschnittlichen Jahresrenditen aller Anlageklassen. Diese Renditen können jedoch von Jahr zu Jahr stark variieren.

Wichtigkeit der Diversifikation: Der S&P 500 ist ein diversifizierter Index, der 500 große Unternehmen aus verschiedenen Sektoren der US-Wirtschaft umfasst. Diese Diversifikation kann dazu beitragen, das Risiko zu mindern, obwohl sie das Markt- oder systemische Risiko nicht vollständig eliminiert.

Einfluss von Zinsänderungen und Inflation: Die Historie zeigt auch, wie sich Veränderungen in der Zinspolitik und Inflation auf den Aktienmarkt auswirken können. In Zeiten hoher Inflation oder steigender Zinsen kann es zu Marktvolatilität kommen.

Technologische und wirtschaftliche Veränderungen: Die Zusammensetzung des S&P 500 ändert sich im Laufe der Zeit, da neue Branchen und Technologien entstehen und an Bedeutung gewinnen. Diese Veränderungen spiegeln die Entwicklung der Wirtschaft und der Verbraucherpräferenzen wider.

Für eine detaillierte Analyse der historischen Kurse des S&P 500 ist es ratsam auf spezialisierte Finanzdienste und historische Datenbanken zurückzugreifen, die Ihnen detaillierte Informationen über Kursbewegungen, Renditen und relevante Ereignisse der Vergangenheit des S&P500 liefern.

S&P 500 Preisentwicklung 1965 – 2023

Jahr Schlusskurs
1965     92,43
1970     92,15
1975     90,19
1980     135,76
1985     211,28
1990     330,22
1995     615,93
2000     1.320,28
2005     1.248,29
2010     1.257,64
2015 2.043,94
2020 3.756,07
2023 4.769,83

 

 

In den 80er-Jahren feierte der S&P 500 fulminante Kursfeuerwerke, denn zwischen 1982 und 1989 erzielte der Aktienindex ohne Ausnahme in jedem Jahr eine positive Rendite. Den stärksten Kurszuwachs feierte der S&P 500 im Jahr 1995, denn ein Jahresplus von 34 % wurde bislang nie mehr erreicht. Die schwächsten Zahlen vermeldete der Aktienindex in 2002 im Zuge der Dotcom-Blase (- 23,37 %) und der Finanzkrise von 2008 (- 38,49 %).

S&P 500 Preisentwicklung 2014 – 2023

Jahr      Schlusskurs      Veränderung zum Vorjahr
2014         2.058,90          + 11,39 %
2015       2.043,94          – 0,73 %
2016      2.238,83         + 9,54 %
2017            2.673,61          + 19,42 %
2018     2.506,85         – 6,24 %
2019     3.230,78          + 28,88 %
2020            3.756,07        + 16,26 %
2021         4.766,18      + 26,89 %
2022            3.839,50        – 19,44 %
2023 4.769,83 + 24,00 %
2024    

 

Wer 2014 bei einem Zählerstand von 2.058,90 Punkten in den S&P 500 investiert hätte, der durfte sich Ende 2023 über einen Wertzuwachs von 131 % freuen. In den zehn vergangenen Jahren gab es für die Anleger nur dreimal eine negative Rendite: 2015, 2018 und 2022. Zuletzt sorgten 2022 hohe Inflationsdaten und eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums für Sorgenfalten beiden Investoren.

Steigende Kurse: Dieses Szenario tritt ein, wenn der Leitzins niedrig bleibt

Steigende Kurse: Dieses Szenario tritt ein, wenn der Leitzins niedrig bleibt

Mögliche Kursentwicklungen des S&P 500

Wie wird sich der S&P 500 in den nächstenJahren entwickeln? Dazu gibt es drei mögliche Szenarien:

Steigende Kurse: Dieses Szenario tritt ein, wenn der Leitzins niedrig bleibt, Unternehmen positive Geschäftsberichte vorlegen und die US-Wirtschaft stark wächst. Trotz möglicher kurzfristiger Korrekturen gehen viele Analysten von einer positiven Entwicklung des S&P 500 aus.

Unveränderte Kurse: Eine Seitwärtsbewegung bzw. stagnierende Kurse können sich ergeben, wenn sich positive und negative Nachrichten die Waage halten. Zum Beispiel könnten gute Unternehmensergebnisse durch negative Wirtschaftsdaten und hohe Inflation ausbalanciert werden.

Fallende Kurse: Ein Rückgang des S&P 500 ist wahrscheinlicher, wenn der Leitzins hoch bleibt, Unternehmensberichte enttäuschend sind und das Wirtschaftswachstum verlangsamt ist. Trotz bestehender Risiken wie hoher Inflation wird dieses Szenario von Experten langfristig als weniger wahrscheinlich angesehen.

 

S&P 500 Prognose 2023 bis 2050 

Anleger, die erfolgreich in die US-amerikanische Wirtschaft investieren wollen, bevorzugen meist den S&P 500. In diesem Aktienindex sind die 500 wichtigsten Aktienunternehmen der Vereinigten Staaten vertreten – darunter auch Big-Player wie Microsoft, Apple und Amazon. Lohnt sich ein Investment in den bekanntesten Aktienindex der USA noch? 

Die Prognosen in Kürze:

Prognose 2025: Einflussfaktoren werden US-Wirtschaftswachstum, Inflation und zunehmender KI-Boom sein. Die Prognose für den S&P 500 liegt bei 6.500 Punkten.

Prognose 2030: LYNX erwartet den S&P 500 bei 8.000 Punkten, die Bank of America prognostiziert sogar 10.000 Punkte.

Prognose 2050: Rechnerische Prognose = 43.560 Punkte, Tom Lee von Fundstrat schätzt 19.350 Punkte bis 2038.

S&P 500 Entwicklung: kurz-, mittel- und langfristige Prognose

Drei Unbekannte beeinflussen die Zukunft des großen S&P 500 Index:

  1. Entwicklung der US-Wirtschaft 
  2. Kennzahlen der im S&P 500 gelisteten Unternehmen
  3. Entwicklung des Leitzins:

Bei einer Prognose des S&P 500 spielen noch zahlreiche andere Faktoren, die Einfluss auf den Zählerstand des Aktienindex haben, eine Rolle.

Aus charttechnischer Sicht ist das Durchbrechen der Widerstandsmarken bei 4.800 und 5.000 Punkten für die Fortsetzung des Aufwärtstrends von großer Bedeutung, wobei letztere Marke besonders aus psychologischer Sicht relevant ist. Stabile Unterstützungsniveaus liegen im Bereich von 2.200 bis 2.000 Punkten. 

Im folgenden stellen wir eine kurzfristige S&P 500 Prognose bis Ende 2025 an und analysieren auch die Preisentwicklung bis in die Folgejahre 2030 und 2050.

 

S&P 500 Prognose 2024

Der S&P500 setzt seinen Aufwärtstrend fort – er beginnt das Jahr mit beeindruckenden Zahlen und übertrifft das alte Allzeithoch von 2022 mit einem Eröffnungskurs über 4800 Punkten.

In den letzten zwölf Monaten konnte der S&P 500 beeindruckende 14 % Zuwachs verzeichnen, womit er die Verluste des Vorjahres weitgehend wettgemacht hat. Er ist jetzt nur noch knapp 6 % vom historischen Höchststand von 4.778 Punkten entfernt. Nach einer kurzen Korrektur im Oktober 2023, die von den Investoren schnell aufgefangen wurde, steht der Index nun bei etwa 4.500 Punkten.

Die Frage, ob sich dieser positive Trend des S&P 500 auch im Jahr 2024 fortsetzen wird, sorgt für Diskussionen. Obwohl einige Experten das Risiko einer Rezession in den USA als hoch einschätzen, erwarten die Märkte baldige Zinssenkungen durch die FED. Verschiedene Analysten und Forschungsinstitute haben folgende Prognosen für den S&P 500 im Jahr 2024 veröffentlicht:

Analysten Prognosezeitraum S&P 500 Kursziel
UBS 12/2024 4.700
Credit Suisse 06/2024 4.700
Goldman Sachs 12/2024 4.500
Morgan Stanley 12/2024 4.500
Société Générale 12/2024 3.800 – 5.500

 

Besonders optimistisch zeigt sich Credit Suisse mit einer bullischen Prognose von 4.700 Punkten bis Juni 2024, basierend auf einer erwarteten Beschleunigung des Gewinnwachstums. UBS teilt diese Einschätzung, hat aber ihre Prognose aufgrund der Sorge vor anhaltenden Zinserhöhungen auf Dezember verschoben. Morgan Stanley bleibt bei seiner Einschätzung von 4.500 Punkten bis zum Jahresende.

Die Analysten von Société Générale sind hingegen vorsichtiger und sehen neben dem hohen Rezessionsrisiko auch eine mögliche Schwäche im Kreditbereich sowie eine Umkehrung der Gewinnspannen. In einem bärischen Szenario sehen sie den Index Ende 2024 bei nur 3.800 Punkten, während sie in einem (möglichen) bullischen Szenario bis zu 5.500 Punkte für möglich halten.

Coin Price Forecast, ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Analyseunternehmen, prognostiziert mit seinen automatisierten Modellen einen möglichen Anstieg des S&P 500 auf 5.478 Punkte bis Ende 2024, was einem Kursplus von über 21 % entspräche.

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S&P 500 Prognose 2025

In Anbetracht der aktuellen Wirtschaftstrends stellt sich die Frage, welche Entwicklung der S&P 500 bis zum Jahr 2025 nehmen wird. Laut aktuellen Analysen von Finanzexperten ist es im Bereich des Möglichen, dass der bedeutende Aktienindex die Marke von 5.000 Punkten überschreiten könnte. Obwohl gelegentliche Rückgänge bis zur 4.800-Punkte-Marke nicht auszuschließen sind, zeichnet sich insgesamt ein starker Aufwärtstrend ab.

Die makroökonomischen Bedingungen spielen eine entscheidende Rolle in dieser Prognose. Im vergangenen Jahr verzeichnete die US-Wirtschaft ein Wachstum von lediglich 1,1 %, was unter den Erwartungen von 2 % lag. Auch wenn eine Rezession vermieden wurde, bleibt die weitere Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in den kommenden Jahren ein wichtiger Faktor.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die Inflationsbekämpfung. Die Federal Reserve hat in Reaktion darauf die Zinsen erhöht, was zwar zur Verlangsamung der Inflation beigetragen hat, jedoch weiterhin ein hohes Preisniveau zur Folge hat. 

Ein weiterer Trend, der den S&P 500 bis 2025 beeinflussen könnte, ist der Aufschwung im Bereich künstlicher Intelligenz. Namhafte Institutionen, wie die Bank of America und das Capital Economics prognostizieren, dass KI-Technologien einen signifikanten Einfluss auf den Index haben werden, verbunden mit einer möglichen Steigerung bis auf 6.500 Punkte. Dies würde einer Wertsteigerung von über 45 % entsprechen. Auch Ark Invest prognostiziert ein jährliches Umsatzwachstum von 42 % im Bereich KI-Software. Große Unternehmen wie Amazon, Apple, Microsoft und Meta werden, bedingt durch ihre enorme Rechenleistung, besonders von diesem Trend profitieren.

S&P 500 Prognose 2030

Beim Versuch, die Entwicklung des S&P 500 bis zum Jahr 2030 vorherzusagen, bewegen wir uns auf unsicherem Terrain. Prognosen werden umso ungewisser, je weiter sie in die Zukunft reichen. Dennoch spielen fundamentale Faktoren wie Unternehmenskennzahlen, Wirtschaftsdaten und Zinsniveaus weiterhin eine entscheidende Rolle in der Entwicklung des US-Aktienindex.

Experten des Online-Brokers LYNX zeigen sich für 2030 optimistisch. Sie prognostizieren, dass der S&P 500 bis 2030 einen Stand von 8.000 Punkten erreichen wird, was einer Wertsteigerung von 80 % im Vergleich zum aktuellen Kurs entsprechen würde. Diese Annahme erscheint angesichts der historischen Performance des S&P 500, der in den vergangenen zehn Jahren jährliche Renditen zwischen 10 % und 30 % verzeichnete, durchaus plausibel. Auch die Bank of America hält ein Ansteigen bis auf 10.000 Punkte bis zum Jahr 2030 für möglich.

S&P 500 Prognose 2050

Eine realistische S&P 500 Prognose bis 2050 ist kaum möglich, da die meisten preisverändernden Faktoren auf einen solch langen Zeitraum unberechenbar bleiben – auch Banken und Researchhäuser halten sich mit einer offiziellen Meinung bedeckt. Rechnet man die Performance des S&P500 ab 2014 in den gleichen Entwicklungsstufen bis 2050 weiter, so ergibt sich für das Jahr 2050 ein rechnerischer Wert des S&P 500 von 43.560 Punkten.

Eine interessante Notiz von Tom Lee, Managing Partner bei Fundstrat, im Netz zu finden: Der Experte geht davon aus, dass der S&P 500 bis 2038 einen Zählerstand von 19.350 erreichen könnte. Aus heutiger Sicht würde das einem satten Kursplus von 333 % entsprechen. Lee glaubt, dass insbesondere Millennials in den nächsten zwanzig Jahren das US-Wirtschaftswachstum deutlich ankurbeln werden.

Bis 2050 müssen S&P-500-Anleger allerdings -auch bei einem positiven Markttrend- mit immer wiederkehrenden Korrekturen rechnen. Unerwartete Krisenherde können unter Umständen auch für stark ausgeprägte Kurseinbrüche sorgen – bestes Beispiel dafür ist die Covid-19-Pandemie, die im Jahr 2020 für Turbulenzen und Panikverkäufe an den weltweiten Aktienmärkten sorgte.

 

Alternativen zum S&P 500

Der S&P 500 hat in den letzten Jahren oft beeindruckende Gewinne erzielt, die das Wertpapierportfolio von vielen Anlegern deutlich aufgewertet haben. Erfahrungsgemäß sollte man als Anleger in eine breite Diversifikation investieren, um die Risiken zu streuen und von Wachstumsmöglichkeiten anderer Anlageklassen zu profitieren.

Hier sind einige Alternativen, die (außer S&P 500) in einem guten Portfolio nicht fehlen sollten:

Andere Aktienindizes

Investitionen in den S&P 500 konzentrieren sich auf das Wachstum der US-Wirtschaft. Doch es gibt auch viele andere interessante Aktienindizes:

  • In Deutschland zum Beispiel ist der DAX bei Investoren sehr beliebt.
  • Der MSCI World fasst über 1.600 Unternehmen aus der ganzen Welt in seinem Index zusammen.
  • Der Euro Stoxx 50 spiegelt die Wirtschaftsleistung der EU wider.
  • Der FTSE 100 in Großbritannien sowie der IBEX 35 in Spanien sind gleichbedeutend.
  • Neben dem S&P500 spielen in den USA und weltweit auch der Dow Jones sowie der NASDAQ 100 eine wichtige Rolle.

Einzelaktien

Aktienhandel ohne Risiko gibt es nicht. Das Risiko eines Totalverlustes ist aber bei einem Index ungleich geringer verglichen mit einer Anlage in Einzelaktien. Das Risiko, welches mit der Konzentration eines Index im Portfolio auf ein Land verbunden ist, betrifft auch Investitionen in Einzelaktien. Es lohnt sich also den Blick über den S&P 500 hinaus zu wagen. Das Investieren in einzelne Aktien bietet die Flexibilität, ein Portfolio nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Dividendenaktien können zudem ein stetig wachsendes Vermögen und passive Einkünfte generieren. 

Kryptowährungen

In den letzten zehn Jahren haben Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum eine noch bessere Performance als der S&P 500 gezeigt. Trotz ihrer Volatilität haben sich Investitionen in Kryptos oft ausgezahlt, mit Gewinnen von über 1.000 % in kurzer Zeit. Für langfristige Investoren ist es ratsam, ihre Kryptowährungen sicher zu verwahren, beispielsweise auf einer Hardware-Wallet.

Rohstoffe

Der Handel mit Rohstoffen wird immer beliebter, sei es Natural Gas, Öl oder CO2-Zertifikate. Auch Lebensmittelrohstoffe wie Weizen, Kaffee oder Zucker können gehandelt werden. Physische Rohstoffe wie Gold sind besonders beliebt, da sie als krisensicher gelten.

Devisen

Forex-Trading bietet die Möglichkeit, von der Wirtschaftsleistung der USA aus einer anderen Perspektive zu profitieren. Hier werden Hauptwährungspaare wie EUR/USD und auch exotische Währungspaare gehandelt. Der Devisenmarkt eignet sich besonders für Daytrader, die von hohen Handelsvolumina profitieren möchten.

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Was sind CFD’s?

CFDs, oder „Contracts for Difference„, sind eine Art von Finanzderivat, das es Anlegern ermöglicht, auf die Preisbewegungen von Vermögenswerten zu spekulieren, ohne den eigentlichen Vermögenswert zu besitzen.

So funktionieren CFDs:

Kein physischer Besitz: Im Gegensatz zum direkten Kauf von Aktien, Rohstoffen oder anderen Vermögenswerten, bei denen Sie das physische Eigentum oder zumindest ein Anteilsrecht erhalten, kaufen oder verkaufen Sie beim Handel mit CFDs keinen tatsächlichen Vermögenswert. Stattdessen handeln Sie mit einem Vertrag, der die Preisdifferenz zwischen dem Einstiegs- und dem Ausstiegszeitpunkt des Handels abbildet.

Hebelwirkung: CFDs bieten oft eine Hebelwirkung. Das bedeutet, dass Sie nur einen Bruchteil des Gesamtwertes des Handels als Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegen müssen. Dies kann sowohl Gewinne als auch Verluste verstärken, da diese auf den vollen Wert des Handels und nicht nur auf Ihre Margin berechnet werden.

Long- und Short-Positionen: Mit CFDs können Sie auf steigende (Long-Position) oder fallende (Short-Position) Preise spekulieren. Wenn Sie erwarten, dass der Preis eines Vermögenswerts steigt, könnten Sie eine Long-Position eingehen. Erwarten Sie einen Preisrückgang, könnten Sie eine Short-Position eingehen.

Tägliche Finanzierungskosten: Da Sie den Vermögenswert bei einem CFD nicht wirklich besitzen, können über Nacht Finanzierungskosten anfallen. Das bedeutet, dass Sie für das Halten einer Position über Nacht eine Gebühr zahlen müssen, insbesondere wenn Sie eine Hebelwirkung nutzen.

Risiken: Der Handel mit CFDs birgt hohe Risiken, besonders wegen der Hebelwirkung. Kleine Marktbewegungen können zu erheblichen Verlusten führen, insbesondere wenn die Position gehebelt ist. Es ist wichtig, Risikomanagementstrategien zu verwenden, wie das Setzen von Stop-Loss-Orders, um potenzielle Verluste zu begrenzen.

Spekulation und Absicherung: Anleger nutzen CFDs oft für Spekulationszwecke, um von Preisbewegungen zu profitieren, oder zur Absicherung, um das Risiko in ihrem Portfolio zu minimieren.

Der Handel mit CFDs erfordert komplexe Strategien, viele Erfahrung und ein tiefes Verständnis der Märkte und Risiken. Er ist nicht für alle Anleger geeignet und sollte bei Anfängern mit sehr viel Vorsicht angegangen werden.

 

Mit CFD’s auf den S&P 500 traden

Das Traden mit CFDs auf den S&P 500 ist eine interessante Möglichkeit für Anleger, die am Markt teilhaben möchten, ohne direkt in Aktien zu investieren. Mit einem CFD, also einem Differenzkontrakt, kann man zum Beispiel auf die Preisbewegungen des S&P 500 setzen, ohne tatsächlich Aktien zu besitzen. Das ist unter anderem bei bekannten Brokern wie eToro oder XTB möglich und schon mit kleinen Beträgen machbar.

Das Spannende am CFD-Trading ist, dass man sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen kann. Das bedeutet, dass man selbst in einem schwierigen Marktumfeld, wie einem Bärenmarkt, noch Gewinne erzielen kann. Besonders interessant wird es durch den Einsatz von Hebeln. Diese können die Auswirkungen von Kursveränderungen verstärken und so zu hohen Gewinnen, aber eben auch zu hohen Verlusten führen – und das ziemlich schnell.

Zu den Vorteilen gehört, dass man bei CFDs von sowohl steigenden als auch fallenden Kursen profitieren kann. Es ist möglich, hohe Gewinne in kurzer Zeit zu erzielen, und man kann bereits mit einem kleinen Kapitaleinsatz handeln. Der Hebel kann den Effekt von Kursveränderungen verstärken.

Aber Vorsicht: CFD-Trading birgt auch hohe Risiken. Die Verlustgefahr ist nicht zu unterschätzen, und man hat im Gegensatz zu echten Aktien kein Anrecht auf Dividenden. Deshalb sollte man sich vorab gut informieren und vorsichtig agieren.

 

S&P 500 ETFs

ETFs sind eine Anlagestrategie für Menschen, die vorsichtig anlegen möchten, aber trotzdem am Aktienmarkt beteiligt sein wollen. Besonders der S&P 500 ist für viele Anleger interessant. Mit einem ETF auf diesen Index kann man schon mit kleinen Beträgen in alle 500 US-Aktien investieren, die im Index enthalten sind.

Man kauft entweder einmalig oder legt regelmäßig etwas an, und schon ist man dabei. Ein großer Pluspunkt ist, dass viele ETFs auch Gewinne ausschütten, was bedeutet, dass man von Dividenden profitiert und der Zinseszinseffekt seine Wirkung entfalten kann.

Unter den bekannten S&P 500 ETFs sind beispielsweise der iShares Core S&P 500 UCITS und der Lyxor S&P 500 UCITS ETF. Die ziehen viele Anleger an, weil ihre Gesamtkostenquoten mit nur 0,06 % bzw. 0,07 % wirklich niedrig sind. Für den Handel mit diesen ETFs braucht man normalerweise ein richtiges Wertpapierdepot, aber bei Brokern ist eine Investition ohne Wertpapierdepot möglich.

 

Die Vorteile von ETFs sind klar: Sie sind wegen des geringeren Risikos super für Einsteiger. Natürlich gibt es auch Nachteile. Der Cost-Average-Effekt, also der Durchschnittskosteneffekt, macht sich oft erst nach einigen Jahren bezahlt.

Insgesamt sind S&P500 ETFs eine sehr solide und attraktive Option für eine risikoarme Anlage.

 

S&P 500 Aktien

Für diejenigen Anleger, die sich gern aktiv um ihr Anlageportfolio kümmern und den Fokus auf Wachstum legen, bietet der Kauf einzelner S&P 500 Aktien eine interessante Möglichkeit. Allerdings sollte man sich im Klaren sein, dass dies ziemlich zeitaufwendig ist. Man muss sich nämlich intensiv mit den Details und Kennzahlen von 500 verschiedenen US-Unternehmen beschäftigen. Wenn man aber die richtigen Aktien auswählt und ein Händchen für wachstumsstarke Titel hat, besteht die Chance, die allgemeine Marktentwicklung zu übertreffen und dadurch höhere Gewinne zu erzielen.

Außerdem besteht die Möglichkeit, gezielt in Dividendenaktien zu investieren. Das kann eine gute Quelle für passives Einkommen sein. Trotzdem ist es immer ratsam das Portfolio breit aufzustellen und nicht zu sehr auf einzelne Branchen zu setzen, um das Risiko von Verlusten zu minimieren.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

Man hat die Kontrolle über die eigenen Investitionen in wachstumsstarke Unternehmen. Wenn man die Marktperformance übertrifft, sind sehr hohe Gewinne möglich. Durch gezielte Investitionen in Dividendenaktien kann man sich eine regelmäßige Einkommensquelle sichern. Zudem bieten viele Broker die Möglichkeit, Bruchteile von Aktien zu kaufen oder Aktien monatlich zu besparen.

Es gibt jedoch auch Nachteile:

Die Auswahl und Analyse der Unternehmen erfordert viel Zeit und Mühe. Zudem ist es nicht garantiert, dass man die Marktentwicklung tatsächlich übertrifft. Gewinne sind vor allem in Zeiten steigender Märkte (Bullenmarkt) zu erwarten, in anderen Marktphasen kann es schwieriger sein.

 

Wie kann man als Anfänger den S&P 500 traden?

Wenn man sich zum ersten Mal auf das Abenteuer einlässt, in den S&P 500 zu investieren, wird man  mit einer Vielzahl von Fragen konfrontiert. Vom Finden des passenden Brokers bis hin zur Eröffnung der ersten Order gibt es einiges zu berücksichtigen.

Die Wahl des richtigen Brokers ist nicht immer einfach. Der Markt ist stark umkämpft und jede Handelsplattform hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Um bei dieser Entscheidung zu helfen, hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Kriterien, die man bei der Auswahl eines Brokers beachten solltest:

Gebühren: Ein entscheidender Faktor sind die Kosten. Wie hoch sind die Gebühren für Ein- und Auszahlungen, die Ausführung von Orders, Overnight-Gebühren und die Spreads? Diese Kosten können deine Rendite beeinflussen, also ist es wichtig, sie im Vorfeld zu kennen.

Sicherheit: Die Sicherheit deiner Investitionen ist von größter Bedeutung. Hat der Broker eine gültige Lizenz? Gibt es eine Einlagensicherung, die dein Geld schützt?

Lernmaterial: Besonders wenn man neu im Handel bist, können Lernangebote wie Webinare, Podcasts oder Online-Kurse sehr nützlich sein. Sie helfen ein besseres Verständnis für das Trading zu entwickeln.

Service: Ein gut erreichbarer Kundendienst ist unerlässlich. Man sollte den Support jederzeit erreichen können, falls Fragen oder Probleme auftreten.

Übungsmöglichkeiten: Ein Demokonto ist eine geeignete Möglichkeit, um die Plattform des Brokers zu testen, ohne echtes Geld zu riskieren. Es bietet die Chance, Handelsstrategien zu üben und sich mit der Plattform vertraut zu machen.

Handelsauswahl: Neben dem S&P 500 ist es auch wichtig zu wissen, welche anderen Finanzprodukte du über den Broker handeln kannst. Eine breite Auswahl bietet dir mehr Flexibilität und Diversifikationsmöglichkeiten.

 

Fazit:

Trotz verlangsamten Wirtschaftswachstums fällt die S&P 500 Prognose insgesamt positiv aus

Die gegenwärtige Entwicklung des S&P 500 Index ist sehr bemerkenswert, betrachtet man die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen. Trotz hoher Inflation, steigender Zinsen und eines allgemeinen verlangsamten Wirtschaftswachstums konnte man annehmen, dass dies negative Auswirkungen auf den Aktienmarkt haben würde. Doch der S&P 500 hat einen beachtlichen Jahresstart hiungelegt, mit einem bemerkenswerten Anstieg von 16 Prozent seit Jahresbeginn 2024.

Betrachtet man die Zukunftsaussichten des S&P500, so zeichnen die Analysten ein positives Bild am Aktienhimmel. Laut den Prognosen von Capital Economics soll der S&P 500 bis zum Jahr 2025 den Stand von 6.500 Punkten erreichen. Diese Vorhersage gründen die Analystenmit der Annahme, dass der anhaltende Boom der Künstlichen Intelligenz, insbesondere bei führenden Technologieunternehmen wie Meta, Microsoft, Amazon das Kursfeuer des S&P500 weiter anfachen wird.

Obwohl längfristige Prognosen immer mit großen Unsicherheitsfaktoren behaftet sind, zeigt sich die Bank of America optimistisch und prophezeit, dass der S&P 500 bis Ende 2030 die 10.000-Punkte-Marke überschritten hat. Noch weiter in die Ferne blickend prognostizieren die Berechnungen von Analysten für 2050 astronomische Entwicklungen: 43.560 Punkte!

(HZ)

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