Windräder in Deutschland vor dem Aus? Der geplante Turboausbau von Windparks in Deutschland ist ins stocken geraten. Schuld ist die desaströse Wirtschaftspolitik in Deutschland und die schleppende und komplizierte Bürokratie. Gestiegene Kosten für Rohstoffe, in der Herstellung und beim Transport, dazu stark steigende Pachtpreise für die Flächen bringen den weiteren Ausbau bei Windrädern in Deutschland fast zum erliegen. Deutschland hat sich große Ziele gesetzt und wollte den Ausbau von Windrädern vorantreiben. Die gesteckten Ziele können – Stand Heute – bei weitem nicht erreicht werden. Die übermächtige Bürokratie wirkt sich mittlerweile massiv auf die von der Bundesregierung gesteckten Ziele zur Energiewende aus. Um das Ziel von jährlich zehn Megawatt zu erreichen, müssten eigentlich rund 2000 Anlagen an Land aufgestellt werden. Im Jahr 2022 waren es aber nur knapp über 550 Anlagen mit 2,4 Gigawatt. Will die Bundesregierung bis 2030 ihr Ziel erreichen, müssten ab dem Jahr 2025 etwa 30.000 Schwertransporte pro Jahr genehmigt werden.

Windräder in Deutschland vor dem Aus?

Windräder in Deutschland vor dem Aus?

Windräder vor dem Aus – die Kosten explodieren

Der Ausbau von Windrädern immer teurer, so dass sie jetzt in Deutschland vor dem „möglichen“ Aus stehen, berichtet unter anderem der Karlsruhe-Insider. Die Kosten für Baumaterial, für Stahl, für Transporte und nicht zuletzt für die Pacht explodieren förmlich. Pachtpreise für Grundstücke von Windrädern: Mussten früher noch Kosten von 50.000 bis 150.000 Euro für die Pacht eingerechnet werden, so liegt die Pacht inzwischen bei bis zu 460.000 Euro pro Windrad. Neue Windparks zu errichten, scheint durch die hohen Kosten kaum noch rentabel. Das Unternehmen Koehler Renewable Energy übt hier starke Kritik. Der Strompreis, den man durch die stark gestiegenen Kosten berechnen muss, ist am Ende nicht mehr attraktiv. Deutschland hat aktuell mit die höchsten Strompreise der Welt.

Die Wirtschaftswoche titelte dazu: Pachtpreise für Windrad-Standorte vervierfacht: „Da ist die Gier ausgebrochen“. Auf 460.000 Euro schrauben öffentliche Grundbesitzer ihre Pachtforderungen pro Jahr und Windrad.

Green FOX Energy investiert in erneuerbare Energien

Green Fox Energy - Photovoltaik- und WindkraftprojekteDer Hamburger Investor Jörn Reinecke  will über die Green FOX Energy GmbH in den nächsten vier Jahren 1 Milliarde Euro in Erneuerbare Energien investieren. Jörn Reinecke ist Gründer, Gesellschafter und Geschäftsführer der GREEN FOX ENERGY.

ON Energy und Green Fox Energy setzen neue Maßstäbe für eine grüne Zukunft und wollen mehr saubere Energie für Deutschland. Unsere Vision für Klimaneutralität und Nachhaltigkeit. Green Fox Energy hält Wort und bleibt auf dem Wachstumskurs. Green Fox Energy GmbH ist einer der führenden unabhängigen Projektentwickler im Bereich der erneuerbaren Energien.

Windräder immer größer immer teurer

Die Errichtung von Windkraftanlagen in Deutschland wurde – wegen unterschiedlicher Argumente – häufig kritisiert. Die Windkraftindustrie bringt neue Vorschläge und will bestehende Parks mit größeren Höhenwindanlagen überbauen. Zwei Pilotanlagen sollen schon im kommenden Jahr in Betrieb gehen. Mit einer Höhe von 365 Metern wird bald das größte Windrad der Welt in Brandenburg gebaut. Erweist sich der Plan als erfolgreich, könnten weitere folgen. Die Giganten werden bisherige Windparks überragen und deutlich mehr Strom produzieren – die Energiewende würde das verändern.

Milliarden Verluste mit Windparks

Die Tagesschau berichtet: Siemens Energy geht wegen der massiven Probleme im Windgeschäft von einem Jahresverlust von mehreren Milliarden Euro aus. Verantwortlich für die hohen Kosten sind Mängel bei den Windrädern an Land und das Hochfahren der Offshore-Anlagen. „Unsere Ergebnisse des dritten Quartals zeigen die Herausforderungen beim Turnaround von Siemens Gamesa“, sagte Vorstandschef Christian Bruch. Nun will der Vorstand die Strategie im Wind-Geschäft insgesamt auf den Prüfstand stellen, das seit Jahren Negativ-Überraschungen und Verluste produziert.

Windräder – Rohstoff- und Produktionskosten

Die Kosten für Rohstoffe, die zur Herstellung der Windräder benötigt werden steigen weiter stark an. Stahl ist knapp und wird immer teurer, oft kommt der notwendige Stahl auch aus China. Auch die Kosten für Zement, für Elektronik und Transporte steigen weiter an. 600 Millionen Euro veranschlagt Siemens Energy für die aus dem Ruder laufenden Material- und Beschaffungskosten bei Offshore-Windrädern. Viele Aufträge sind aktuell bereits als verlustträchtig anzusehen, weil den Herstellern die Kosten für Stahl und Energie davonlaufen.

Ausbau der Windkraft

„Die Bundesregierung hat beschlossen: raus aus Kernenergie, aus Gas. Für die Verstromung will man auch raus. Man will auch keine Kohle mehr. Und wenn jetzt der Ausbau der Windkraft nicht schnell genug vorangeht, dann haben wir ein echtes Stromproblem in Deutschland“, sagt Christoph Ploß (CDU), Mitglied des Verkehrsausschusses im Bundestag. „Und dann befürchte ich wirklich, dass diese Energiepolitik der Ampelkoalition der Deindustrialisierung in Deutschland ordentlich Schub verleiht.“

Vorranggebiete in Deutschland – Karl der Käfer wurde nicht gefragt

Vorranggebiete in Deutschland für Windparks, es wurden bereits 1000 Gebiete festgelegt – allerdings ohne Prüfung ob dort Wind weht oder ob der Bau dort überhaput Sinn macht. Mit der Verordnung geht es weniger darum ob dort Wind weht oder ob es Sinn macht, wenn der Betreiber für Windanlagen und der Besitzer des Landes sagt, hier kann ein Windrad stehen, dann wird es gebaut. Früher bemühte man sich vorab zu prüfen, heute aber: Karl der Käfer wurde nicht gefragt – man hatt ihn einfach weggejagt.

Daniel Krull, vom NDR berichtet: „Der Ausbau der Windkraft stockt – auch wegen unbearbeiteter Anträge für Schwertransporte. Rund 150 Genehmigungen (nicht selten 100 Seiten Formulare) sind in Deutschland für den Transport eines einzigen Windrads nötig. Das bis zu 12 Wochen (Zum Vergleich: In den Niederlanden dauern solche Genehmigungsverfahren gerade mal ein bis fünf Tage.). Die Genehmigungen werden von den Behörden oft sehr schleppend bearbeitet. Dazu kommt, in Deutschland hat jedes Bundesland eigene Vorschriften. Da kann es bei der Durchfahrt bei mehreren Bundesländern zu weiteren Schwierigkeiten kommen.

Auch mit dem Transport selbst gibt es mitunter massive Probleme, die Infrastruktur ist auf die riesigen Schwertransporte schlecht vorbereitet. Probleme bereiten auch unvorhergesehene Tagesbaustellen auf der Fartroute, die bei Beantragung und Genehmigung nicht bekannt sind. Sollte der beantragte Schwertransport am Abfahrtstag nur wenige Zentimeter länger oder kürzer werden oder das Gewicht nur wenige Kilogramm abweichen, erlischt die Genehmigung sofort. Übrigens: Ein Transport eines gesamten Windrades kann am Ende durchaus mehr als eine Million Euro kosten.

Ausbau der Windparks – Notverordnung Windkraft 

Enteignungen für eine schnellere Umsetzung der grünen Energiewende, die Notverordnung Windkraft macht es möglich. Diese Notverordnung setzt die Bürgerrechte und das Grundgesetz per EU-Notfallverordnung (EU-NotfallVO / EU 2022/2577) außer Kraft, und ermöglicht Genehmigungen für Windräder auch ohne Prüfung des Artenschutzes und ohne Bürgerbefragung. Selbst in Naturschutzgebieten dürfen riesige Windräder gebaut werden.

Windkraftanlagen in Deutschland – es fehlen die Speicher

In Deutschland standen Ende 2021 insgesamt 28.230 Onshore-Windenergieanlagen. Zum Jahresbeginn 2022 gab es in Deutschland bereits 29.731 Windräder. Noch mehr Winräder in Deutschland? Windkraftanlagen in Deutschland produzieren bisweilen zuviel Strom – Lesen sie auch den Brandbrief eines Betreibers von Windkraftanlagen. Was in Deutschland seit Beginn des Ausbaus der erneuerbaren Energien fehlt sind Speicher.