Neue Seidenstraße – Yi Dai Yi Lu – One Belt and Road – das gewaltige Infrastrukturprojekt der Chinesen. Die neue Seidenstraße – ein milliardenschweres Projekt – soll China mit Afrika und Südamerika – sowie dem „Rest“ von Asien verbinden. China investiert in Infrastrukturen und Verkehrsnetze, baut oder beteiligt sich an Häfen – auch in Europa. Mit der neuen Seidenstraße soll das Wirtschaftswachstum weiter gesteigert werden, und die Länder enger an China gebunden werden. Der Start der Belt and Road Initiative erfolgte vor 10 Jahren – mit mehr als 150 teilnehmenden Ländern – und bisher wurde bereits 1 Billion Dollar investiert. Auf dem Belt and Road Forum wurde das Projekt zur wirtschaftlichen Entwicklung vieler Länder gelobt.

Neue Seidenstraße - Yi Dai Yi Lu - One Belt and Road

Neue Seidenstraße – Yi Dai Yi Lu – One Belt and Road

Neue Seidenstraße – One Belt and Road

Das dritten Belt and Road Forum zu dem Chinas Staatspräsident Xi Jinping eingeladen hat. Bei Chinas Seidenstraßen-Gipfel ist das vorrangige Ziel die notwendige Infrastruktur für alle beteiligten Länder auszubauen. Die neue Seidenstraße soll China entgültig zur Weltmacht Nummer 1 machen. Das globale Handelsnetzwerk entlang der beteiligten Länder könnte so knapp Zwei Drittel der Weltbevölkerung erreichen. Bis zum Jahr 2049 soll die neue Seidenstraße offiziell fertig sein. Die Neue Seidenstraße die China mit Afrika, Südamerika und Asien verbinden soll, ist sündhaft teuer. Die „Neue Seidenstraße“ geht auf Chinas Präsidenten Xi Jinping zurück und hat zum Bau von Häfen, Eisenbahnlinien, Flughäfen und Industrieparks in Asien, Europa, Afrika und darüber hinaus geführt. Chinas Infrastrukturprojekt hat den mehr als 150 teilnehmenden Ländern neben milliardenschweren Investitionsprojekten auch einen großen Schuldenberg gebracht. Insgesamt 1,1 Billionen Dollar(ca. 1 Billion Euro)!

Projekt für Wirtschaftswachstum im Globalen Süden

Befürworter der „Neuen Seidenstraße“ betonen immer wieder, dass das Projekt für Wirtschaftswachstum im Globalen Süden sorgt. Ein Hauptziel der Neuen Seidenstraße ist es, Infrastruktur auszubauen, und dadurch eine globale Investitionslücke zu schließen. Allein im ersten Quartal dieses Jahres zählte die deutsche bundeseigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft Germany Trade & Invest GTAI weltweit 274 neue „Belt-and-Road“-Projekte, dazu zählen auch Energie- und Digitalisierungsprojekte. Der Westen hat lange Zeit verschlafen haben, welche geopolitische Relevanz diese Neue-Seidenstraße-Initiative hat. China hat mit mehr als 150 Ländern und über 30 internationalen Organisationen Dokumente zur Zusammenarbeit im Rahmen der Belt and Road Initiantive unterzeichnet.

Geopolitischer Einfluss über Infrastruktur der Belt and Road Initiative

Zitat Ideo-Research: China strebt mit der Neuen Seidenstraße geopolitische Ziele an, indem es die beteiligten Länder ökonomisch näher an sich bindet.

Neue Seidenstraße – Finanzierung der Infrastrukturinvestitionen

Laut OECD finanzierte die chinesische Regierung die Neue Seidenstraße bislang vorwiegend mithilfe der größten chinesischen staatlichen Geschäftsbanken, wie zum Beispiel der China Exim Bank, der chinesischen Entwicklungsbank sowie der Industriellen und Kommerziellen Bank von China. Darüber hinaus hat die chinesische Regierung im Dezember 2014 zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten den Seidenstraßen-Fonds (New Silk Road Fund) gegründet. Zudem hat sie im Jahr 2015 als Hauptanteilseigner mit rund 30 Prozent des Eigenkapitals die Asiatische Infrastruktur-Investitionsbank (Asian Infrastructure Investment Bank, AIIB) ins Leben gerufen. Weiterhin ist China zusammen mit Brasilien, Russland, Indien und Südafrika (BRICS) einer der fünf Anteilseigner der Neuen Entwicklungsbank (New Development Bank, NDB), die ebenfalls 2015 ihre Arbeit aufnahm. Infrastrukturvorhaben sind Schwerpunkte dieser beiden multilateralen Entwicklungsbanken.

Neue Seidenstraße – Yi Dai Yi Lu – One Belt and Road

Pekings Belt and Road Initiative stößt auf Skepsis. Die Europäer wenden sich ab, der globale Süden hatte sich mehr erhofft. Länder wie Malaysia und Myanmar versuchten bereits, die Verträge neu zu verhandeln, um die Kosten zu senken. Auch wegen des enormen CO₂-Ausstoßes und der Schäden für die Umwelt wird die das Projekt immer wieder kritisiert.

Die Philippinen sind nicht das erste Land, das sich von Chinas „Neuer Seidenstraße“ verabschiedet. Das Land habe sich für diesen unvorhergesehenen Schritt entschieden, weil Peking auf Finanzierungsanträge für Schienenbauprojekte nicht reagiert habe, erklärte Transportminister Jaime Bautista Ende Oktober vor Journalisten.

Vor allem in demokratisch regierten Staaten wächst die Kritik: China nutzte die Infrastrukturprojekte, um Partner zu gewinnen und seinen geopolitischen Einfluss auszubauen. Hinzu kommt, dass sich viele Projektstaaten hoch verschuldet und dadurch von China abhängig gemacht haben. Experten warnen zudem vor einer militärischen Nutzung der Infrastruktur.