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GrowMotion AG ist ein Schweizer Produzent von medizinischem Cannabis mit Sitz in Zuchwil (Kanton Solothurn). Das Unternehmen gehört zu den wenigen Anbietern mit Swissmedic-Lizenz für THC-Cannabis und setzt auf eine vollständig integrierte „Seed-to-Sell“-Strategie. Damit positioniert sich GrowMotion als einer der spannendsten Player im europäischen Medizinalcannabis-Markt.
Das Wichtigste zu GrowMotion in Kürze
- Swissmedic-lizenzierter Produzent mit Vorsprung: GrowMotion hat seine Anlage von Beginn an nach pharmazeutischem GACP-Standard gebaut – und war damit operativ bereit, als die deutsche Teillegalisierung 2024 den europäischen Markt in Bewegung brachte.
- Vertikale Integration als Kernstrategie: Mit dem „Seed-to-Sell“-Ansatz kontrolliert GrowMotion die gesamte Wertschöpfungskette vom Steckling bis zur Apothekenpackung – und ersetzt damit margenintensive externe Dienstleister durch eigene Strukturen.
- Kapitalrunde 2026: Für September 2026 plant das Unternehmen eine digitale Beteiligungsrunde mit einem Zielvolumen von 8 Millionen Euro und bis zu 2.000 neuen Anteilseignern zur Finanzierung der nächsten Skalierungsstufe.
GrowMotion: Vom Start-up zum Pharma-Produzenten
GrowMotion wurde 2020 von Hazir Baba-Shech gegründet. Ziel war es von Anfang an, ein strukturelles Problem im Markt zu lösen: mangelnde Qualität, fehlende Kontrolle und instabile Lieferketten im Medizinalcannabis-Sektor.
Die Entscheidung für den Standort Schweiz war strategisch. Während Deutschland hohe regulatorische Hürden für die Produktion von THC-Cannabis setzt, bot die Schweiz effizientere Rahmenbedingungen für den Aufbau einer pharmazeutischen Infrastruktur.
Ein entscheidender Vorteil: Die Produktionsanlage wurde von Beginn an nach GACP-Standard (Good Agricultural and Collection Practice) gebaut. Dadurch war GrowMotion frühzeitig bereit für den Eintritt in regulierte Märkte.
GrowMotion auf einen Blick:
- Swissmedic-lizenzierter Produzent für medizinisches THC-Cannabis
- Standort: Zuchwil, Schweiz
- Fokus auf vertikale Integration („Seed-to-Sell“)
- Produktionspotenzial: bis zu 6–8 Tonnen jährlich
- Geplante Kapitalrunde 2026: 8 Millionen Euro
Swissmedic-Lizenz: Wettbewerbsvorteil im regulierten Markt
Die Swissmedic-Lizenz erlaubt es GrowMotion, medizinisches THC-Cannabis unter pharmazeutischen Bedingungen zu produzieren und international zu vertreiben.
Warum ist das wichtig?
- Zugang zu regulierten Märkten (z. B. Deutschland)
- Hohe Qualitätsstandards
- Wettbewerbsvorteil gegenüber nicht lizenzierten Anbietern
- Grundlage für langfristige Lieferverträge
Wachstum durch Marktveränderung (Deutschland 2024)
Die Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland im Jahr 2024 führte zu einem massiven Nachfrageanstieg. Die Importmengen stiegen innerhalb kurzer Zeit deutlich an.
Viele Anbieter hatten Schwierigkeiten, mit dieser Entwicklung Schritt zu halten. GrowMotion hingegen war operativ vorbereitet und konnte früh liefern.
Das Ergebnis:
- stabile Lieferfähigkeit
- Wettbewerbsvorteile
- starke Marktpositionierung
Seed-to-Sell: Die Strategie von GrowMotion
Das strategische Ziel heißt «Seed to Sell»: die vollständige Kontrolle über die Wertschöpfungskette vom Steckling bis zur Apothekenpackung. Aktuell zeigt sich der Handlungsdruck deutlich: Von einem Apothekenpreis von rund 5.000 bis 6.000 Euro pro Kilogramm verbleiben beim Produzenten häufig nur etwa 2.200 Euro. Der Rest entfällt auf externe GMP-Zertifizierung, Großhandelsmargen und Vorfinanzierungskosten.
Wer diese externen Dienstleister durch eigene Strukturen ersetzt, kann einen erheblichen Teil dieser Wertschöpfung zurückholen – und damit die Marge signifikant steigern. Gleichzeitig reduziert sich die Abhängigkeit von Drittparteien und langen Zahlungszyklen, die derzeit oft zehn bis elf Monate betragen. In einem Markt, der von regulatorischen Unsicherheiten geprägt ist, wird diese Unabhängigkeit zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
Seed-to-Sell bedeutet konkret:
- eigene Stecklingsproduktion
- eigener Anbau (Indoor / Vertical Farming)
- eigene Verarbeitung
- eigene Verpackung für Apotheken
Vorteile der vertikalen Integration:
- höhere Margen
- bessere Qualitätskontrolle
- geringere Abhängigkeit von externen Dienstleistern
- höhere Liefersicherheit
Produktionskapazität und Skalierung
Die Anlage in Zuchwil nutzt moderne Vertical-Farming-Technologie.
Aktueller Status:
- Betrieb bei ca. 15 % Kapazität
- Erweiterung bereits genehmigt
Ziel:
- Skalierung auf 6–8 Tonnen Jahresproduktion
- Ausbau ohne Standortwechsel
➡️ Die Infrastruktur ist bereits vorhanden – weiteres Wachstum hängt primär vom verfügbaren Kapital ab.
Team und Positionierung
Was GrowMotion im Wettbewerb differenziert, ist die Kombination aus pharmazeutischer Strenge und authentischer Markenkommunikation. Gründer Hazir Baba-Shech hat das Unternehmen ohne Branchenvorkenntnisse aufgebaut. Head of Cultivation Benjamin Gutsch verantwortet den Anbau und kommuniziert täglich direkt mit der Community. Mitgründer Wasim Taha, bekannt als Rapper Massiv, bringt unternehmerische Erfahrung und kulturelle Glaubwürdigkeit ein.
- Hazir Baba-Shech (Gründer)
- Benjamin Gutsch (Head of Cultivation)
- Wasim Taha (Massiv) (Mitgründer)
Während viele Unternehmen im Verborgenen arbeiten, geht GrowMotion einen anderen Weg – und macht genau das zu einem seiner stärksten Assets.
Über 65.000 Menschen begleiten das Unternehmen auf Discord, YouTube und Instagram und erhalten Einblicke, die sonst kaum jemand gewährt. Der Produktionsalltag wird nicht inszeniert, sondern direkt und ungefiltert geteilt.
Diese Offenheit ist kein Zufall, sondern Teil der Strategie. GrowMotion versteht seine Anlage nicht als Black Box, sondern als transparenten Prozess.
„Wir kommunizieren direkt mit den Menschen. Unsere Anlage ist wie eine gläserne Küche für pharmazeutisches Cannabis.“
So entsteht Vertrauen dort, wo es am wichtigsten ist: bei Patienten und Konsumenten, die auf Qualität und Verlässlichkeit angewiesen sind.
Unternehmensbeteiligung 2026
Für September 2026 plant GrowMotion eine digitale Unternehmensbeteiligung mit einem Zielvolumen von rund 8 Millionen Euro. Dabei soll der Aktionärskreis deutlich erweitert werden – von aktuell rund 158 auf bis zu 2.000 Anteilseigner.
Das eingesammelte Kapital ist klar auf die zentralen Engpässe des Geschäftsmodells ausgerichtet: den Aufbau einer eigenen GMP- und Großhandelslizenz, den weiteren Ausbau der Produktionskapazitäten (ein zusätzlicher Produktionsraum kostet etwa 1 Million Euro) sowie die Schaffung eines internen Liquiditätspuffers. Ziel ist es, die „Seed-to-Sell“-Strategie operativ umzusetzen, Margenverluste zu reduzieren und die Abhängigkeit von externen Finanzierungspartnern zu verringern.
Rahmendaten:
- Zielvolumen: 8 Millionen Euro
- bis zu 2.000 Investoren
- Finanzierung der Skalierung
Die Ausgangslage gilt als solide:
- Lizenz vorhanden
- Produktion etabliert
- Nachfrage vorhanden
Eine ausführliche Analyse zu GrowMotion, dem Geschäftsmodell sowie den Marktchancen im europäischen Medizinalcannabis-Sektor ist im SQUAREVEST-Artikel
GrowMotion: Schweizer Cannabis-Unternehmen im europäischen Medizinalcannabis-Markt verfügbar.
Dort werden Hintergründe, Kennzahlen und strategische Perspektiven des Unternehmens im Detail eingeordnet.
Warum „Swiss Made“ im Cannabis-Markt an Bedeutung gewinnt
2026 wird zum entscheidenden Jahr für die GrowMotion AG: Mit einer geplanten digitalen Beteiligungsrunde über 8 Millionen Euro will das Unternehmen seine „Seed-to-Sell“-Strategie umsetzen und die vollständige Kontrolle über die Wertschöpfung sichern.
Der Zeitpunkt ist günstig. Seit der Teillegalisierung in Deutschland 2024 wächst der Markt rasant – viele Anbieter wurden davon überrascht, GrowMotion hingegen war vorbereitet. Die Anlage in Zuchwil wurde frühzeitig nach pharmazeutischen Standards aufgebaut und ist heute skalierbar, effizient und auf kurze Lieferketten ausgelegt.
Der strategische Fokus geht dabei über reine Produktion hinaus: Ziel ist es, Margenverluste durch externe Abhängigkeiten zu eliminieren und ein integriertes Modell zu etablieren.
Die zentrale These: Nicht Herkunft entscheidet über Erfolg, sondern Kontrolle über die Prozesse.
➡️ Oder in den Worten des Unternehmens: „Cali? No, Swissmade.“
GrowMotion positioniert sich bewusst gegen klassische Referenzmärkte wie Kalifornien und wird international längst als wichtiger europäischer Player wahrgenommen.
Das neue Qualitätsversprechen:
- pharmazeutische Standards
- kurze Lieferketten
- regulatorische Sicherheit
- stabile Produktion
Die Schweiz bietet hierfür besonders gute Voraussetzungen.
FAQ GrowMotion AG
Was ist GrowMotion?
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GrowMotion AG ist ein Schweizer Produzent von medizinischem Cannabis mit Fokus auf THC-Produktion unter pharmazeutischen Standards.
Wo sitzt GrowMotion?
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Das Unternehmen hat seinen Sitz in Zuchwil im Kanton Solothurn (Schweiz).
Was bedeutet die Swissmedic-Lizenz?
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Sie erlaubt die Produktion und den Vertrieb von medizinischem THC-Cannabis nach pharmazeutischen Standards.
Was ist die Seed-to-Sell-Strategie?
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Eine vollständig integrierte Wertschöpfungskette – vom Anbau bis zur fertigen Apothekenpackung.
Wie groß ist die Produktion?
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Aktuell liegt die Produktionskapazität bei 1,5 bis 1,8 Tonnen pro Jahr. Mittelfristig plant GrowMotion eine Kapazität von 6 bis 8 Tonnen pro Jahr.
Kann man in GrowMotion investieren?
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Eine Beteiligungsrunde ist für September 2026 geplant.







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